Warum gibt es ein Schaltjahr?

Bekanntlich ist 2012 ein Schaltjahr. Der heutige 29. Februar gibt es also nur alle 4 Jahre. Doch was ist ein Schaltjahr und wieso gibt es das überhaupt?

Was ist ein Schaltjahr?

Bei einem Schaltjahr wird ein Tag eingeschoben, also der 29. Februar. Somit hat ein Schaltjahr 366 Tage und nicht wie ein normales Jahr 365. Es gibt Regeln, wie oft ein Schaltjahr vorkommt. Alle durch 4 und 400 teilbaren Jahre sind Schaltjahre.  Glatt durch 100 teilbare Jahre sind allerdings keine Schaltjahre.

Wieso gibt es Schaltjahre?

Jeder Kalender ist wegen den natürlichen ungeraden Zahlen ein Kompromiss. Auf lange Sicht aber, können kleinste Ungenauigkeiten grosse Folgen haben. Ein Jahr hat 365,2422 Tage. Dadurch gibt es natürlich Verschiebungen und diese werden mit einem Schaltjahr korrigiert.

Seit wann gibt es Schaltjahre?

Schon im dritten Jahrtausend vor Christus erfanden die Babyloner Schaltmonate. 238 vor Christus führten die Ägypter für jedes vierte Jahr ein Schaltjahr ein. Im Jahr 45 war es Julius Cäsar, der einen Sonnenkalender einführte. In diesem Kalender gab es ebenfalls Schaltjahre, allerdings immer nach drei Jahren.

Doch auch mit dieser Regelung war das Kalenderjahr rund 11 Minuten länger, als ein Sonnenjahr. Bis ins 16.Jahrhundert summierte sich das auf zehn Tage.

Papst Gregor XIII machte im Jahr 1582 kurzen Prozess und liess diese zehn Tage einfach ausfallen, damit er wieder angepasst war. Weiter modernisierte er die Schaltjahrregelung, nach welcher wir auch heute noch leben. Somit fallen 36524,25 Tage in ein Jahrhundert. Den natürlichen Zeitmassen kommt dies sehr nahe. Die trotzdem noch vorkommenden minimalen Verschiebungen werden heut zu Tage mit Schaltsekunden ausgeglichen, von denen wir gar nichts merken.

 

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