Chuenagel?

Es ist seit Tagen eisig kalt in der Schweiz. Die Menschen frieren, schlottern und dabei hat der Eint oder Andere bestimmt den Begriff „chuenagel“ aufgeschnappt. Ja, aber was ist denn das genau? Ich habe mich nämlich genau das gefragt, als ich vor kurzem wieder einmal diesen Begriff gehört habe.

Was hat die Kälte denn nur mit Kuhnägeln zu tun? Ich machte mich mit Hilfe von Google auf die Suche und ich wurde fündig.  Und zwar handelt es sich dabei um leichte Erfrierungen an Fingern und Zehen.

Doch wie kam es zum Begriff „Chuehnagel“? Es hat rein gar nichts mit Nägel von Kühen zu tun. Der Begriff  kommt von Agle, was soviel bedeutet wie „Stachel“ und wird verstärkt mit -chue, verwandt mit „kühn“. Also genau genommen heisst es nicht „Chuenagel“, sondern „Chuen agel“ und bedeutet „stechender Schmerz“.

Damit wäre das hoffentlich erklärt 🙂

Triskaidekaphobie

Heute ist bekanntlich Freitag der dreizehnte. Viele abergläubische Menschen sollen heute, laut einem Radiobericht, nicht zur Arbeit gegangen sein deswegen. Doch als ich gehört habe, dass es sogar eine Phobie gibt, bezüglich dieses Datums, musste ich laut lachen. Wie soll denn diese entstanden sein? Ich meine, wenn diese Gruselgeschichten im Zusammenhang mit der 13 nie erfunden worden wären, dann könnte diese Phobie gar nicht existieren. Können denn Phobien tatsächlich aus Geschichten oder Sagen entstehen? Ich weiss es ja nicht.

Auf Wikipedia habe ich folgendes gefunden. Ersteres handelt einfach von der Zahl 13:

 

Triskaidekaphobie (aus griech. τρεισκαίδεκα treiskaídeka „dreizehn“ und φόβος phobos „Furcht“) wird die abergläubische Angst vor der Zahl dreizehn genannt. Bei starker Ausprägung, insbesondere dann, wenn die Betroffenen alles, was mit der Zahl 13 zu tun hat, vermeiden und umgehen, spricht man von einer isolierten (spezifischen) Phobie im medizinischen Sinne.

Man bringt die Zahl mit den 13 versammelten Menschen beim letzten Abendmahl Jesu Christi in Verbindung, weil der Verräter Judas Ischariot der dreizehnte Anwesende war. Die Aussage, der 13. sei der Verräter gewesen – aus logischen Gesichtspunkten unhaltbar –, wird aber in diesem Zusammenhang gerne verwendet. Lange hieß die 13 im deutschen Volksmund das „Dutzend des Teufels“.

Da nach dem Lunisolarkalender manche Jahre 13 Monate haben müssen, war die 13 bei Völkern, die einen solchen Kalender verwendeten, eine heilige Zahl und wurde erst später als heidnisch bezeichnet, da der Gregorianische Sonnenkalender und der Islamische Mondkalender immer 12 Monate zählen. Bei den Germanen galt die 13 als Glückszahl: 12 weise Männer seien auf See gefahren, um die „Lex Frisionum“ zu verfassen, in einem aufkommenden Sturm sei dann ein dreizehnter Mann erschienen, habe das Steuer übernommen, das Schiff durch den Sturm gesteuert und den 12 Weisen abschließend das Gesetz der Friesen diktiert, bevor er wieder verschwand. Bei den Japanern gilt die 13 als Glückszahl. In der jüdischen Tradition ist die 13 ebenfalls eine Glückszahl und ein Symbol Gottes, weil sie über der Zwölf steht. Ein Bezug ist der Dienstag, der 13., nach dem am Dienstag der Schöpfungsgeschichte Gott zweimal sich das Gelingen seines Werkes angesehen haben soll.

Auch der Tag ist in 12 Stunden vormittags und 12 Stunden nachmittags eingeteilt – was allerdings weniger mit der Vermeidung der Zahl 13, sondern damit zu tun hat, dass die Zahl 12 so viele Teiler hat (siehe Dutzend). Eine Glockenuhr schlägt daher immer nur höchstens 12 Mal. Daher kommt auch die Redensart „Jetzt schlägt’s 13“ für ein ungewöhnliches Ereignis. Im Aberglauben gilt die 13. Stunde als Geisterstunde und beginnt nach Mitternacht.

In manchen Hochhäusern fehlt in der Nummerierung die 13. Etage, so dass auf den 12. direkt der 14. Stock folgt. Analog wird auch bei Schiffen das 13. Deck oft in der Nummerierung übersprungen. Auch Hotelzimmer werden häufig ohne die Nummer 13 angeordnet. Des Weiteren haben die meisten Fluglinien keine 13. Reihe in ihren Maschinen. Auch in der Formel 1 wird bei der Nummerierung der Fahrzeuge die 13 nicht benutzt. In einigen ICE-Zügen der ersten Generation gibt es keinen Wagen 13. Der Flughafen Ronald Reagan Washington National Airport in Washington, D.C. hat im Terminal B kein Gate 13.

Als bekannter Triskaidekaphobiker galt der Komponist Arnold Schönberg.

Paraskavedekatriaphobie

Freitag, der 13., gilt in diesem Zusammenhang als ein gefürchtetes Datum. Die Angst vor diesem Tag wird Paraskavedekatriaphobie[1] genannt (über lat. parasceuē oder parascēves, dies von griech.παρασκευή „Rüsttag [v.a. vor dem Sabbat]“), mitunter auch Paraskevedekatriaphobie.[2] Diese Phobie kann so weit führen, dass Betroffene Reisen und Termine absagen oder sich an einem Freitag, der auf den Dreizehnten des Monats fällt, gar nicht aus dem Bett trauen. Eine Auswertung von Krankmeldungen der Jahre 2006 bis 2008 ergab, dass an solchen Freitagen drei- bis fünfmal mehr Arbeitnehmer krankgeschrieben sind als im Durchschnitt.[1]

 

 

Eigentlich…

… ist eigentlich ein blödes Wort.

Ich habe in letzter Zeit die Definition vieler Wörter nachgeschlagen, welche wir Tag für Tag verwenden. Schliesslich will ich wissen, was ich mit meinem Gesprochenen genau aussage. Und es ist unglaublich interessant, was gewisse Wörter bedeuten oder was alles dahinter steckt.

So bin ich über das Wort „eigentlich“ gestolpert. Wozu gibt es denn dieses Wort überhaupt? „Eigentlich“ gibt es nämlich eigentlich (ja ja, ich weiss…) gar nicht. Entweder eine Sache ist so, oder sie ist eben nicht so. Entweder ich kann etwas, oder ich kann es nicht. Entweder ich bin dieser Meinung oder ich bin anderer Meinung. Entweder es gibt es, oder es gibt es nicht. Trotzdem verwenden wir dieses Wort sehr häufig.

Wir sagen vorallem dann „eigentlich“, wenn wir etwas nicht direkt sagen möchten oder können. Ich gehe sogar schon soweit, dass es auf eine Unsicherheit hin deutet, wenn wir „eigentlich“ sagen. Wir sagen nicht die ganz ehrliche Wahrheit und sichern uns mit dem Wort „eigentlich“ ab. Falls uns jemand auf die Schliche kommen sollte, haben wir mit dem „eigentlich“ ja angedeutet, dass wir unserer Sache selbst nicht sicher sind. „Eigentlich“ beruhigt unser schlechtes Gewissen, dass wir nicht ganz die Wahrheit sagen oder entgegen unserer eigentlichen (ja, da ist es wieder…) Meinung handeln.

„Eigentlich“ untergräbt in manchen Formulierungen aber auch eine bestimmte Aussage. Hat ein Kind einen Blödsinn gemacht, wird oft gesagt: „Was hast du dir eigentlich dabei gedacht?“, obwohl es auch reichen würde „Was hast du dir dabei gedacht?“ zu sagen.

Andererseits kann das Wort „eigentlich“ wertvoll sein in einer Diskussion. Wir können eine neutrale Meinung vertreten, aber trotzdem mit diskutieren ohne sich auf eine Seite zu schlagen.

Aktuell dürften auch viele FC Aarau Fans dieses Wort oft benutzen. „Eigentlich tut der FCA meinen Nerven nicht gut, doch ich bin nunmal ein grosser Fan und kann nicht anders…“.