GC wohl zu unreif für den Titel

Ich habe in den letzten Wochen immer darauf gehofft, dass GC am Ende vor Basel stehen wird. Nicht weil ich GC mag, sondern einfach nur deswegen, weil ich Meisterschaften nicht gerne habe, bei denen immer dieselbe Mannschaft am Ende zuoberst steht. Bis heute hatte ich durchaus noch Hoffnung, dass es die Zürcher schaffen werden. Basel tanzt auf drei Hochzeiten, dies raubt Kraft. Doch heute habe ich davon gelesen, dass GC und Adrian Fetscherin extrem viel Energie in einen unnötigen Nebenschauplatz verschwenden – und dies nicht zum ersten Mal.

Der Goalie Roman Bürki wurde nachträglich wegen einer Unsportlichkeit mit drei Spielsperren bestraft. Zuvor hatte SRF-Mann Sascha Ruefer im Sportpanorama genau so eine Konsequenz gefordert und auch der Blick nahm diese Geschichte natürlich gerne auf. Ich bin auch überzeugt, dass der Blick in seinen Artikeln über dieses Thema massiv übertrieben hat – so wie es dieses Blatt eben immer macht. Selbst Schuld, wer diese Zeitung ernst nimmt…

Dass Journalisten (besonders die vom Blick) gerne alles in ein anderes Licht stellen ist nichts neues. Die Reaktion von GC und Adrian Fetscherin ist meines Erachtens sehr unprofessionell. Beim GCZ sollte man sich auf das Wesentlich konzentrieren, und ehrlich eingestehen, dass 3 Spielsperren durchaus angebracht sind. Ja, Roman Bürki hat Pajtim Kasami an der Schulter nur gestreift, es hätte aber genau so gut passieren können, dass der Schuh mitten im Gesicht gelandet wäre. Das Ganze ist sicherlich aus der Emotion passiert, darf aber eigentlich nicht passieren. Man kann nicht immer Fairness anpreisen und dann solch eine Aktion vertuschen wollen. Ruefer hat seine ehrliche Meinung gesagt und das darf er, mit Rufschädigung hat das nun wirklich nichts zu tun. Schliesslich konnte sich jeder Zuschauer zuvor selbst eine Meinung bilden, beim Betrachten der TV-Bilder.

Ich habe dieses Sportpanorama gesehen und hatte nicht den Eindruck, dass Sascha Ruefer falsch handelt. Im Fussball spricht man über etliche Szenen und da werden Meinungen ausgetauscht. Wer damit nicht umgehen kann, sollte vielleicht den Fernsehkonsum generell überdenken.

Wenn die Grasshoppers noch Chancen auf den Titel haben wollen, sollten sie nicht mit solchen Nebengeschichten Unruhe ins Team bringen. Übrigens dürfte es für den Ersatztorhüter Taini nicht sehr motivierend sein, wenn man nun von Wettbewerbsverzerrung spricht, weil der Stammtorhüter fehlt…

Bedroht ein Tag ohne Fleischkonsum das eigene Leben?

Ich schaue am PC zurzeit gerade das Spiel zwischen dem FC Basel und den Berner Young Boys, während meine Frau eine Wiederholung des Kassensturz schaut. Da geht es darum, dass die Menschen zuviel Fleisch essen und nun gewisse Kantinen und Altersheime an einem Tag in der Woche einen Vegi-Tag machen. In so einer Kantine wurden mehrere Personen gefragt, ob dies ein Problem sei. Die meisten finden es völlig in Ordnung, während es aber auch gegenteilige Aussagen dazu gegeben hat. Ein Mann regte sich richtiggehend auf. Diesem Herrn gehört mein aufrichtiges Mitleid. Wenn man nur glücklich überleben kann, indem man jeden Tag Tiere futtert, dann ist man richtig arm dran. Interessant war auch die Aussage, dass jeder die Wahl haben sollte, ob er sich mit Fleisch oder vegetarischen Produkten ernähren möchte. Schon mal darauf geachtet, wie mickrig – oder oft sogar gänzlich fehlend – die Auswahl an vegetarischen Produkten ist? Ich erlebe dies an jedem Fussball- oder Eishockeyspiel…

Hier der interessante Beitrag des Kassensturzes: Streit um Fleischkonsum

Galileo und die fragwürdigen Experimente

Im gross und ganzen mag ich Galileo auf „Pro sieben“. Oftmals lernt man wirklich interessante Sachen oder Orte kennen. Doch hin und wieder frage ich mich ernsthaft, was gewisse Experimente für einen Sinn haben sollen und wieso dies jemanden ernsthaft interessieren kann.

So zum Beispiel auch gestern. Zuschauer wollten wissen, ob Kaffee explodieren kann. Kaffee explodieren?!? Wie kommt ein Mensch nur auf solch eine Frage? Oder ob man mit Milch Gegenstände zusammen kleben kann. Auch dies eine Frage aus der gestrigen Sendung. Dabei war man sich nicht zu schade Milch aufzukochen, Essig dazu zu mischen, das ganze zu sieben und noch Natrium dazu zu mischen. Um zu testen, wie gut diese Bretter zusammenkleben, organisierte das Galileo-Team zwei Autos, welche die Bretter auseinander reissen sollten. Geklappt hat es nicht, also versuchten sie es mit Kranen. Da ist es zwar tatsächlich gebrochen, doch es war die Halterung, die gebrochen ist und nicht etwa die Bretter. Toll, jetzt weiss ich also, dass Milch als Kleber verwendet werden kann. Wollte ich doch schon immer mal wissen!

Der nächste Test? Mit Gummibärchen ein Spiegelei braten. Ja, auch dies hat funktioniert. Mir wäre das im Prinzip ja völlig egal. Wenn es Leute gibt, welche solchen Schwachsinn getestet haben wollen, ja dann macht es halt. Wenn es der Zuschauerquote gut tut und damit zum Weiterbestehen von Galileo beiträgt, dann kann ich damit leben. Doch es stört mich, dass vielfach für solche Experimente auch noch Lebensmittel verschwendet oder Geräte zerstört werden. Dafür sind solche Spielereien doch eindeutig zu unwichtig!

 

Woher kommen eigentlich die Sitcom-Lacher?

Man kennt es aus jeder Sitcom. Nach jeder Pointe ertönen offensichtlich aufgezeichnete Lacher. Doch weshalb werden die eigentlich eingespielt?

Diese aufgezeichneten Lacher nennt man „Lachkonserven“. 1950 wurde so eine erstmals in der The Hank McCune Show eingespielt. Man ging damals davon aus, dass Menschen, die alleine fernsehen, nicht lachen würden. Um sie zum Lachen zu animieren, spielte man diese Lachkonserven ein.

Weiter spielt hier noch ein psychologischer Effekt eine grosse Rolle und dürfte auch der Grund sein, weshalb diese Lachkonserven heute noch eingesetzt werden. Bekanntlich ist Lachen ansteckend. Wenn dann also im Hintergrund gelacht wird, finde ich als Zuschauer die Szene meistens automatisch lustiger. Mein Selbsttest bei einer Folge von „The Big Bang Theory“ hat dies durchaus bewiesen. Selbst bei Szenen, welche ich eher fad gefunden habe, musste ich zumindest schmunzeln.

Allerdings werden viele Sitcoms tatsächlich vor Publikum aufgezeichnet. Dies aus dem Grunde, dass die Lacher authentischer und abwechslungsreicher tönen. So kommen auch Applaus, Zwischenrufe oder Stöhnen vor.  Bei der Synchronisation solcher Aufzeichnungen muss jedoch häufig auf Lachkonserven zurück gegriffen werden. Dies, weil durch die Übersetzung andere Dialoge entstehen und dadurch die Lacher zeitlich nicht mehr passen würden.

Ich persönlich möchte diese Lachkonserven nicht mehr missen. Für mich sind sie das Salz in der Suppe. Ohne sie wären Sitcoms doch extrem fade.

Katastrophe von Fukushima – ein Jahr danach

Galileo auf Pro sieben sendete am Sonntag ein Spezial zum Jahrestag von der Nuklearkatastrophe in Fukushima am 11. März. Unter anderem waren die Reporter in Minamisoma. Diese Stadt ist 25 Kilometer vom Atomkraftwerk entfernt. Da ist nichts mehr wie früher. Die Hälfte der Bevölkerung hat das Weite gesucht. 35’000 Menschen sind wegen der Strahlung geflüchtet. Die Strassen sind in der ganzen Stadt Menschenleer. Jene Menschen, die geblieben sind, trauen sich kaum nach draussen.

Mönch Bancho will helfen

Der buddhistische Mönch Bancho jedoch ist nach Minamisoma gezogen. Er will den Menschen rund um Fukushima helfen. Galileo begleitete ihn. Bancho sagt, dass die Sperrzone viel zu klein angesetzt wurde. Es sei fahrlässig, dass nur 25 Kilometer vom Atomkraftwerk Fukushima immer noch Menschen leben dürfen. Bancho hilft den Menschen ihre Häuser zu dekontaminieren und bringt ihnen regelmässig unbelastete Lebensmittel.

Kinder dürfen nicht mehr nach draussen

Die Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr im freien spielen. Seit einem Jahr sind sie nur vom Haus bis zum Auto und vom Auto bis zur Schule unter freiem Himmel. Die Menschen versuchen so ihre Kinder vor der verstrahlten Luft zu schützen. Die Frau, bei welcher Galileo war, sagt, dass sie gerne wegziehen würde, aber dass ihr Haus niemand kaufen würde. Wer kauft denn schon ein Haus in diesem Gebiet? Sie ist mit ihren Kindern quasi gefangen.

Altes Ehepaar will in versuchtem Dorf sterben

Bancho bringt einem alten Ehepaar regelmässig Lebensmittel. Das Ehepaar lebt in einem hochverseuchtem Gebiet. Doch sie wollen und können nicht weg. Die Frau ist krank und sehr schwach. Bancho wird ihnen so lange Lebensmittel vorbei bringen, bis sie sterben. Die beiden wollen auch auf dem Dorffriedhof beerdigt werden.

Dieses Galileo spezial ist sehr eindrücklich und stimmt nachdenklich. Eine Katastrophe, wie sie überall auf der Welt passieren könnte, macht belebte Städte zu Geisterstädten. Eine grosse Region ist verseucht, Menschen verlieren ihre Existenzen, werden krank oder begehen suizid.

Galileo besuchte noch weitere Orte und begab sich sogar in die Sperrzone. Es lohnt sich die Sendung unter folgendem Link anzuschauen:

http://www.prosieben.ch/tv/galileo/videos/ganze-folge/278743-sonntag-galileo-spezial-fukushima-1.3095700/