Schiessgeile Jäger schlagen wieder zu!

Es ist ein trauriges Kapitel der Schweiz, welches immer wieder eine Fortsetzung erhält. Wieder einmal wurde ein Bär abgeknallt, weil er den Menschen zu nahe kam. Ja ja, der Mensch ist ja schliesslich das oberste Wesen und das darf tun und lassen, was es will. Sich die Frage stellen, warum Bären überhaupt in Dörfer gelangen, ist zuviel verlangt. Den Bären zu betäuben und in einen Wildpark o.ä. zu geben, ist scheinbar ebenfalls zuviel verlangt. Im Ausreden erfinden, warum es keine andere Möglichkeit gegeben hätte sind die Entscheidungsträger kreativ. Nicht aber, wenn es darum geht eine Lösung zu finden, mit der allen gedient wäre. So durfte halt wieder einmal so ein schiesswütiger Jäger seine kranken Bedürfnisse befriedigen und das Tier abknallen! Tolle Schweiz…

Über den echten Skandal spricht niemand?!?

Dieses Mal handelt es sich wirklich um einen Skandal, doch kaum einer redet darüber. So tickt also die Menschheit. Ist in der Lasagne Pferdefleisch, statt Rindfleisch sind die Menschen empört und die Medien schreiben von Skandal. Obwohl kaum ein Konsument eine Ahnung hat, was eigentlich so alles in einer Lasagne enthalten ist. Ja, es hat ein paar E-Nummern, deren Bedeutung interessiert aber kaum jemanden.

Nun kommt ein Bericht im Kassensturz, wie Pferde aufs Übelste leiden müssen. Beispielsweise werden sie teilweise 18 Stunden auf engstem Raum durch die Gegend gekurvt. Das ist nur ein  noch harmloses  Beispiel. Doch in den Medien ist kaum etwas darüber zu lesen, ganz anders als beim „Pferdefleisch-Skandal“. Wenn also in einem Produkt etwas drin ist, das aber nicht drauf steht, findet das die Gesellschaft scheinbar viel schlimmer, als wenn Tiere gequält werden, nur damit der Mensch weiter seinem Überkonsum von Fleisch frönen kann.

Denner nimmt Pferdefleisch vorübergehend aus dem Sortiment

Denner schreibt heute auf seiner Facebook-Seite:

Am Dienstag, 19.2.13 wurden in der Sendung Kassensturz abschreckende Aufnahmen aus verschiedenen Pferdefarmen in Nordamerika gezeigt. – Denner nimmt die Vorwürfe des Tierschutzbundes ernst und hat daher bereits am vergangenen Freitag vorsorglich sämtliche Pferdefleischprodukte aus seinen Regalen entfernt. Bis zur endgültigen Abklärung der Sachverhalte wird Denner auf den Verkauf von Pferdefleisch verzichten.

Ich finde es sehr vorbildlich, – auch wenn böse Zungen behaupten, dass es sich hauptsächlich um eine Marketing-Aktion handelt – dass Denner diese Sache ernst nimmt und solchen Machenschaften den Riegel schieben will. Es kann und darf nicht sein, dass Tiere misshandelt werden. Doch, dass man das Fleisch, welches bereits verarbeitet wurde, nun einfach entsorgt, ist doch völliger Blödsinn. Diese Tiere sind ja bereits tot, da ist keinem gedient, wenn dieses Fleisch einfach weggeworfen wird. Im Gegenteil, so sind diese Tiere völlig umsonst gestorben.

Weiter finde ich es etwas scheinheilig, wenn man jetzt, wo ein solcher Fall aufgedeckt wurde, so schockiert reagiert. Vorher hat man offensichtlich nicht so genau hingeschaut. Und wenn Denner und hoffentlich auch allen anderen Lebensmittelhändler, wirklich daran interessiert sind, dass so etwas nicht auch bei anderen Tieren passiert, dann sollten sie überall ganz genau hinschauen. Nicht nur bei den Pferden herrschen solche Zustände und ich bin überzeugt, dass dies vielen durchaus bewusst ist, man aber lieber wegschaut.

Auch viele Konsumenten sollten sich an der Nase nehmen. Dass man nicht gerne zuviel Geld ausgibt, ist verständlich, doch beim Fleisch spart man definitiv am falschen Ort. Natürlich kann ich als Konsument kaum überprüfen, ob die Tiere beim Bio-Fleisch wirklich besser behandelt werden. Doch kann ich sehr wohl davon ausgehen, dass bei diesen Produkten ganz genau hingeschaut wird. Lieber also etwas mehr fürs Fleisch bezahlen, dafür läuft alles so Tier gerecht ab, wie es halt möglich ist.. Und es muss nun wirklich nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller kommen, auch da kann jeder einzelne mit gutem Willen, etwas dazu beitragen, dass Tiere nicht leiden müssen und die Umwelt geschont wird!

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Haut in die Tasten!

 

Der 1. August und das Feuerwerk

Gestern war in der Schweiz der Nationalfeiertag. Dies hörte man schon Tage vorher, an der ewigen Knallerei, solcher die scheinbar absolut keine Geduld hatten.

Wir waren am Abend in Aarau unterwegs und was man da teilweise sah, konnte ich kaum glauben. 5 bis 6 Jährige, welche ohne Aufsicht in Menschenmengen Raketen abfeuerten. Es war überhaupt ein einziges Geknalle von allen Seiten. Dass da nichts grösseres passiert ist, hat in erster Linie mit Zufall zu tun. Aber wehe eine Fangruppe zündet im Stadion kontrolliert Pyromanie, ja da wird dann der Hammer hervorgeholt. Das sind ja schliesslich alles kindsköpfige Verbrecher. Ich war schon unzählige Male in einer Kurve, in der Pyro’s gezündet wurde. Angst hatte ich nie, nicht im Geringsten. Denn da sind jeweils Leute am Werk, welche organisiert sind und wissen was sie tun. Gestern hatte ich jedoch die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl. Trotzdem scheint 1.August Feuerwerk in der Gesellschaft ohne weiteres akzeptiert zu sein. Da gehört es dazu. Welche unglaubliche Doppelmoral!

Ich bin sogar für ein Verbot vom 1.August Feuerwerk. Es sollte nicht möglich sein, dass jeder tonnenweise Feuerwerk kaufen und in die Luft schiessen kann. Erstens ist es ganz einfach viel zu gefährlich, ohne jegliche Kenntnisse und Organisation, Feuerwerk zu zünden. Zweitens verpestet es die Umwelt, welche dringend und viel mehr geschont werden müsste. Da wäre es doch kaum ein grosser Verlust, wenn man auf Feuerwerk verzichtet, aber die Umwelt würde es sehr danken. Drittens kostet es unnötig viel Geld. Geld welches man wesentlich besser investieren könnte. Ich will gar nicht wissen, wieviele Menschen mit dem am 1. August verpulvertem Geld ernährt werden könnten. Man stelle sich vor, hungernde Menschen wären nicht weit weg, sondern man würde das Feuerwerk direkt neben ihnen zünden. Das würde wohl jeder absolut geschmacklos finden. Der einzige Unterschied zwischen diesem Szenario und der Realität ist jener der Distanz. Dann findet man es plötzlich völlig in Ordnung…
Und viertens leiden unendlich viele Tiere unter dem Krach. Und das alles nur um sich eine kleine Befriedigung einzuholen, ohne die jedermann sehr gut leben könnte.

Da es aber in diesem Fall natürlich verschiedene Meinungen gibt und in der Schweiz Demokratie herrscht, bin ich für einen Kompromiss. Feuerwerk für Privatpersonen sollte ohne Ausnahme verboten werden. Die öffentlichen Feuerwerke hingegen sollen erlaubt bleiben. So hat jeder die Möglichkeit, an einem zentralen Punkt ein Feuewerk zu geniessen und man ist der Umwelt trotzdem etwas entgegengekommen.

Ein Schwarzer Panther zieht durch die Schweiz

Als ich dies gelesen habe, dachte ich erst, das kann doch nicht sein. Woher kommt denn der? Bei näherem Betrachten dieser Geschichte, wurde mir aber bewusst, dass da der Titel wieder mal mehr sagt, als es zu erzählen gäbe. Gesehen hat dieser Panther nämlich noch niemand. Halt doch, ein Mann will ihm Nachts begegnet sein, wieviel da jedoch dran ist?!?

Doch dann, kaum hatte ich den Kopf geschüttelt über diese Geschichte, stand er vor mir. Er schaute mir tief in die Augen, sah mich erwartungsfroh an und kam dann auf mich zu. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Ich hatte Panik, wollte davon rennen, doch das hätte wohl kaum geholfen. So blieb ich ruhig stehen und wartete ab. Der Panther lief auf mich zu und schmeichelte mein Bein. Er war überhaupt nicht auf Angriff, ganz im Gegenteil, er wollte eindeutig gestreichelt werden. Ich überlegte mir, ob ich da jemanden informieren sollte. Doch dann kam mir in den Sinn, wie man in diesem herzlosen Land mit Bären umgeht. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, den Panther zu behalten. Was Melanie davon hält, weiss ich zwar noch nicht, doch ich kenne sie als Tierfreund, daher mache ich mir keine Sorgen.

Ihr glaubt mir die Geschichte nicht? Ich habe ein Beweisfoto:

 

Unglaubliche Disziplin

Beinahe minütlich erreichen uns neue schockierende Bilder aus Japan. Über das Atomkraftwerk Fukushima haben die Menschen keine Kontrolle mehr und es droht eine Atomkatastrophe.
Trotzdem bleiben die Japaner erstaunlich ruhig und gefasst. Über Plünderungen hat man gar nichts gehört. Im Fernsehen sieht man, wie die Menschen diszipliniert vor den Läden anstehen und warten. Im „Stern TV“ von gestern Abend war eine Deutsche zu Gast, die bis vor kurzem noch in Japan weilte. Sie erzählte, dass ihr ein japanischer Freund, der alles verloren hat durch den Tsunami, geholfen hat, ein Flugticket nach Deutschland zu erhalten. Und da ihre Kreditkarte nicht angenommen wurde, hat er ihr auch noch grosszügig 4000 Euro geliehen.
Wahnsinn, selbst hat er alles verloren und denkt trotzdem erst an seine Nächsten. Er tröstete sie, sagte, sie solle sich erholen zu Hause und sich keine Sorgen machen. Es käme schon alles gut. Mir ist es eiskalt den Rücken runter gelaufen, als ich das gehört habe. Was würde wohl bei uns für ein Chaos ausbrechen, wenn wir etwas ähnliches durchmachen müssten?
Ich habe sehr grossen Respekt vor den Menschen in Japan und hoffe so sehr, dass sie wenigstens den sogenannten Super-Gau (größter anzunehmender Unfall, der nicht mehr zu kontrollieren ist) abwenden können. Diese Menschen mussten doch schon genug durchmachen in den letzten Tagen! Und auch so stehen sie bereits vor einem riesigen Scherbenhaufen.
Ich habe oben rechts in meinem Blog solidarisch eine Japan-Flagge eingebaut. Mit einem Klick landet man auf der Homepage der Glückskette, wo man für die Opfer in Japan spenden kann.