Die Uhr tickt…

In letzter Zeit mal auf den Hochzeits-Ticker geschaut? Lange lebt dieser Ticker definitiv nicht mehr. Keine drei Wochen und unser grosser Tag steht vor der Tür. Die Nervosität steigt und steigt, aber auch die Vorfreude wächst mit jedem Tag. Als Kind überlegt man sich doch oftmals, wie die eigene Hochzeit werden könnte. Aber da ist es immer extrem weit weg. Wirklich eine Vorstellung von seiner Hochzeit hat man nicht. Und wenn man dann kurz davor steht, wirkt vieles nicht real. Auch dass ich heute in drei Wochen verheiratet sein werde und auf die Malediven fliege, kann ich kaum glauben. Noch wirkt alles wie ein Traum. Natürlich ist so eine Hochzeit auch mit Arbeit verbunden, aber wir geniessen diese Zeit, schliesslich heiraten wir nur einmal und der 07.09.2012 ist der grosse Tag unserer Liebe.

Heidi Klum und Seal: Scheidung! Was sind Eheversprechen heute noch wert?

Wie immer, wenn sich wieder einmal ein Promi-Paar trennt, verbreitete sich die Nachricht, dass sich Heidi Klum und Seal trennen, wie ein Lauffeuer. Nach sieben Jahren ist es zwischen dem Model und dem Sänger vorbei, wegen „unüberbrückbaren Differenzen“. „Wir haben uns auseinander gelebt“ gibt das Paar weiter bekannt. Besonders pikant an dieser Geschichte ist, dass die beiden erst kürzlich ihr Eheversprechen erneuert haben. Natürlich weiss ich nicht, was genau zwischen diesen beiden vorgefallen ist, aber wie kann man sich denn innerhalb von Monaten auseinander leben?

Wieso wird noch geheiratet?

Wieder einmal stellt sich mir die Frage, wieviel ein Eheversprechen heute noch wert ist. Glauben Paare, welche heiraten eigentlich am Tag ihrer Hochzeit überhaupt noch daran, den Rest des Lebens mit ihrem Partner zu verbringen? Oder gehen sie bereits mit dem Bewusstsein, wohl nicht mit diesem Patner alt zu werden, in die Ehe? Wenn ja, wieso wird dann überhaupt noch geheiratet? Warum lügt man sich offiziell an?

Für die Liebe kämpfen

Ich meine, dass es nicht immer einfach ist in einer Beziehung, ist doch ganz klar. Die Liebe verändert sich, man muss aufpassen, dass sie nicht im Alltagsmüll erstickt und ununterbrochen daran arbeiten. Auch, dass Menschen sich verändern und sich auseinanderleben, kommt natürlich vor. Nur habe ich einfach das Gefühl, dass die Menschen heute extrem schnell aufgeben. Man scheint kaum noch dazu bereit zu sein, für die Liebe zu kämpfen. Dabei verspricht man sich doch an der Hochzeit genau das. Und guten und schlechten Tagen ist man füreinander da. Kaum kommen aber schlechte Tage, sieht man, wieviel wert diese Absichtserklärung hat. Entweder man trennt sich, geht fremd oder wird respektlos dem Partner gegenüber. Man soll ja nicht bis zum bitteren Ende an einer Beziehung festhalten, welche beiden Parteien schon lange nicht mehr gut tut. Quälen soll sich niemand, aber wenigstens kämpfen für die Liebe sollte meines Erachtens selbstverständlich sein. Wenn man dazu nicht bereits ist, glaube ich kaum, dass da jemals wirklich geliebt wurde. Ich beziehe dies jetzt überhaupt nicht auf Klum und Seal, sondern denke einfach allgemein darüber nach, weshalb es heut zu Tage kaum noch möglich zu sein scheint, ein Eheversprechen einzuhalten.

Gespräche als Erfolgsrezept

Ich weiss, dass ich da altmodisch denke. Und ja, ich bin erst seit zwei Jahren in einer Beziehung und habe keine Erfahrung, was das Eheleben angeht. Doch trotz dieser traurigen Entwicklung hatte ich noch keine Sekunde auch nur den geringsten Zweifel daran, dass ich mit Melanie alt werden möchte. Wenn ich eine Frau heirate, dann tue ich dies, weil ich mit ihr den Rest meines Lebens verbringen und eine Familie gründen möchte. Wenn ich mir nicht ganz sicher sein würde, dass die Beziehung für immer hält, dann könnte ich niemals Kinder in die Welt setzen. Ich selbst habe erleben müssen, wie schlimm es ist, die Trennung seiner Eltern mit zu erleben. So etwas würde ich meinen Kindern niemals antun wollen. Ich weiss, dass dies vielleicht etwas komisch klingen mag, wenn das einer schreibt, der sich bereits nach drei Monaten Beziehung verlobt hat. Doch es war halt effektiv von Anfang an so klar, dass es nur diese eine Frau gibt für mich. Mit Logik kann ich das nicht erklären, ich weiss es einfach. Unser Erfolgsrezept sind die vielen Gespräche und natürlich die gleiche Ansicht, was die Beziehung anbelangt.

Mit diesem Beitrag frage ich, ob sich die Menschen überhaupt noch bewusst sind, was sie sich an der Hochzeit versprechen? Mich dünkt es nicht nur bei diesem Thema traurig, wie leichtfertig heut zu Tage mit Worten umgegangen wird. Es wird viel zu viel geredet…

Seit zwei Jahren ein Herz und eine Seele

Seit zwei Jahren sind meine Melanie und ich nun schon ein Paar. Ich weiss noch gut, wie es war als ich sie das erste Mal sah. 

Ich stehe vor der KEBA in Aarau, als Du plötzlich aus dem Dunkeln erscheinst. Die ganze Welt dreht plötzlich langsamer, scheint beinahe still zu stehen. Es ist als hätte jemand den Zeitlupen-Modus eingeschaltet. Ich bin hin und weg, wie in Trance. Ich sehe nur noch Dich und alles andere ist komplett verschwommen. Dein wunderschönes, zartes Gesicht und das lange braune Haar ziehen mich in Deinen Bann. Deine warme, herzliche und liebenswerte Ausstrahlung dringt augenblicklich in mein Herz ein und berührt meine Seele. Ja, es ist Liebe auf den ersten Blick!

Unbemerkt bleibt meine geistige Abwesenheit scheinbar nicht, denn die Worte meines Kollegen Alain: „Dani hör uf sabere“, reissen mich wieder in die normale Welt zurück und schalten den Zeitlupen-Modus wieder aus. Dieser Spruch brennt sich in meine Gedanken. Wie muss ich wohl gerade aus der Wäsche geschaut haben…

In den folgenden Wochen versuche ich mich zuerst noch gegen die starken Gefühle zu wehren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so eine tolle Frau Interesse an mir haben könnte. Doch die Gefühle sind zu stark, um sie einfach ignorieren zu können. Noch nie zuvor habe ich auch nur annähernd so etwas erlebt. Auch meine Mutter spürt schon bald, dass etwas los ist mit mir. Trotzdem braucht es noch ein paar Wochen, ehe ich endlich den Mut fasse und mich mit Dir alleine verabrede. Und da nimmt alles seinen Lauf. Mein Leben wird komplett auf den Kopf gestellt. Mir ist sofort bewusst, dass ich den Rest meines Lebens mit Dir verbringen möchte und auch werde.

In den zwei Jahren erleben wir vieles zusammen. Nicht nur tolle Sachen, aber gerade die schwierigen Zeiten schweissen uns noch mehr zusammen. Kein Tag seit dem 19.01.2010 vergeht, an dem wir uns nicht sehen. Ich liebe es mit Dir zu reden, mit Dir das Leben zu geniessen. Du tust mir so unendlich gut und machst mich glücklich.

Nun leben wir seit einem halben Jahr in unserer ersten gemeinsamen Wohnung mit den beiden Katern und planen unser Leben. Denn Du bist es einfach, ohne Wenn und Aber.

 

Lebensabschnittspartner – ein schrecklicher Ausdruck!

Kürzlich habe ich mit einer meiner neuen Arbeitskolleginnen darüber geredet, dass ich bald mit Melanie zusammen ziehen werde. Und über ihre Reaktion war ich doch etwas erstaunt. Sie sagte nämlich zu mir folgendes:“ Wenn ihr euch versteht und ihr es gut habt miteinander, dann fände sie es eine gute Sache.“

Da schossen mir augenblicklich tausende Gedanken durch den Kopf. Aber die Frage aller Fragen, die ich mir stellte und dessen Antwort die Aussage von meiner Mitarbeiterin quasi auslöscht: Wäre ich denn mit Melanie zusammen, wenn wir uns nicht verstehen würden?

Gut, vielleicht wollte sie nicht einfach 0815-mässig sagen, dass sie es toll findet. Oder sie hat schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht bin ich aber auch einfach sehr altmodisch, indem ich nicht einfach mit einer Frau zusammen sein möchte, damit ich eine Freundin habe. Ich suchte die wahre Liebe und ich habe sie gefunden. Da stellt sich mir die Frage gar nicht, ob es funktionieren könnte oder nicht. Diese Frage hat mein Herz schon zu Beginn unserer Beziehung mit einem deutlichen Ja beantwortet. Und die letzten Monate waren alles andere als leicht und haben unsere Beziehung schon früh auf eine harte Probe gestellt.

Aber wer denkt heut zu Tage schon noch so? Lieber wechselt man beinahe monatlich den Partner, statt dass man an eine lebenslange Beziehung glaubt. Lebensabschnittspartner finde ich ein schreckliches Wort. Damit gibt man einer Beziehung ja von Beginn an keine Chance auf ewig zu bestehen!

 

Unglaublich, was ein einzelner Satz in mir auslösen kann… J

Ziel unbekannt

Es ist Montag, der 14.02.2011. Dieses Datum ist nicht irgendein gewöhnliches Datum, nein, es ist Valentinstag. Der Tag der Verliebten. Ich finde es nicht gut, wenn man seiner/seinem Liebsten einfach auf dieses Datum hin etwas schenkt. Wir schenken uns unter dem Jahr immer mal wieder etwas. So ist die Überraschung da und somit auch die Freude grösser. Zudem will ich Melanie immer wieder zeigen, wie sehr ich sie liebe und will nicht auf ein Datum angewiesen sein. Aus diesen Gründen haben wir vor dem Valentinstag abgemacht, dass wir uns einfach eine Kleinigkeit schenken. Ich habe ihr etwas gebastelt und geschrieben, während sie immer mal wieder etwas am vorbereiten war, was mich doch etwas stutzig machte. Sie wird sich doch hoffentlich an unsere Abmachung halten?
Es ist nun also soweit – der Valentinstag ist da. Es ist morgens um 09:15 Uhr, Melanie muss heute erst um 10:00 Uhr bei der Arbeit sein. Ich bin parat, um sie nach Döttingen zu fahren und warte auf sie. Irgendetwas ist sie am ausdrucken und ich werde langsam nervös. Die Zeit läuft und läuft, doch Melanie scheint es nicht wirklich zu kümmern. Doch dann, endlich ist sie fertig und wir können gehen. Nein, doch nicht, sie will mir ihr Valentinstagsgeschenk jetzt schon geben. Was, jetzt unter Zeitdruck und zwischen Tür und Angel? Okay, wenn sie darauf besteht…
Sie überreicht mir eine schön gestaltete Karte. Ich lese diese Karte und bin erst einmal baff! Habe ich das jetzt richtig gelesen? Ich lese sie noch einmal durch und ja, es stimmt! Da steht doch tatsächlich, dass sie heute frei und für uns einen Ausflug geplant hat. Unglaublich, ich war schon seit Ewigkeiten nicht mehr so überrascht. Es bringt mich richtiggehend aus dem Konzept, ich bin regelrecht verwirrt. Doch nachdem der anfängliche Schock abgeklungen ist, freue ich mich riesig!
Wohin es heute geht, das will sie mir aber nicht verraten! Bloss, dass wir in Richtung Luzern fahren und unterwegs brunchen, eröffnet sie mir. Ich finde das äusserst spannend und bin ganz froh, dass ich keine Ahnung habe, wohin es geht. Wir fahren also los, Melanie gibt im Navi das Ziel ein und ich richte und verlasse mich einzig und alleine auf das Navi.
Erster Stop machen wir an der Raststätte Luzern Neukirch. Hier essen wir im „Marché“ gemütlich unsere Gipfeli und fahren danach wieder weiter. Auf dem Weg stelle ich mir natürlich immer wieder die Frage, wohin sie mich wohl entführt heute, doch eine konkrete Vorahnung habe ich keine. Es ist extrem aufregend, mit dem Auto unterwegs zu sein, ohne eine Ahnung zu haben, wohin es geht.
Irgendwann wird es mir dann klar, dass wir nach Engelberg fahren. Will sie mit mir Snowboard fahren? Nein, sie kennt doch den Zustand meines Rückens, das wäre absolutes Gift. Gehen wir einfach spazieren, oder etwas essen? Ich weiss es nicht.
In Engelberg angekommen, geht Melanie irgendwelche Tickets lösen, während ich draussen zu warten habe. Es geht dann mit dem Bus zu einer Bergstation. Dort steigen wir in eine Seilbahn in Richtung Titlis und genau dahin verschlägt es uns auch. Auf dem Kleintitlis wird dann das Geheimnis gelüftet. Die Eisgrotte ist unser Ziel.


Es ist faszinierend, einen Gletscher von innen zu sehen. Dazu läuft „Time to say goodbye“ von Andrea Bocelli und Sara Strightman. Ein wunderschöner, romantischer Moment, den mein Schatz und ich gerade erleben. Wir geniessen es in diesem Gletscher zu sein, uns zu haben und die Musik auf uns einwirken zu lassen. Ich habe Gänsehaut!
Danach essen wir eine Pizza und erfreuen uns an der tollen Aussicht, die sich uns bietet. Mit dem Wetter haben wir grosses Glück. Danach schauen wir uns noch weitere „Attraktionen“ an und begeben uns dann langsam wieder in Richtung der Bergbahn. Im Tal angekommen gönnen wir uns noch einen feinen Coupe und machen uns wieder auf die Heimreise.
Diese Überraschnung ist Melanie mehr als nur gelungen. Ich konnte den Ausflug einfach nur geniessen, völlig abschalten und alles vergessen. Es war eine sehr interessante Erfahrung, blind meinem Navigationsgerät und Melanie zu vertrauen und absolut keine Ahnung zu haben, was mich erwartet. Auf einen Arbeitstag habe ich mich eingestellt, aber einen Ferientag erlebt. Das ist grossartig!
Meine kreative Verlobte hat sich hier selbst übertroffen und uns einen wunderschönen Valentinstag beschert. So kann ich es ihr auch ohne weiteres verzeihen, dass sie sich nicht so ganz an unsere Abmachung gehalten hat. Danke Meli, ich liebe Dech öber alles!