Mein Monat ohne Facebook

Nach reichlicher Überlegung entschloss ich mich Anfang November an der Studie Facebookless teilzunehmen. Bei dieser Studie ging es darum, dass man sein Profil für einen Monat abgibt, täglich eine kurze Status-Nachricht auf einer Homepage der Rod Kommunikation hinterlässt und dafür 300.- kassiert.

Als dann der Tag des ersten Gesprächs und sogleich der Abgabe meines Facebook-Profils da war, bekam ich allerdings plötzlich kalte Füsse. Ich schloss mich in meinem Zimmer ein.

Doch meine Mitmenschen wussten mit durchaus überzeugenden Argumenten zu kontern!
Ich liess mich jedoch davon nicht beeindrucken und verblieb hartnäckig in meinem Zimmer. Na ja, dies war wohl nicht die beste Entscheidung, wie untenstehendes Bild zeigt.

Nun gelangten sie in mein Zimmer und führten mich sanft und zärtlich zum Auto:

Jeder Widerstand war also zwecklos! Ich musste es durchziehen!
Tag 1 verlief ziemlich gut. Ich brauchte bloss eine kleine Flasche Nasenspray, um mich gut zu fühlen.
Auch in den darauffolgenden Tagen hielten sich meine Entzugserscheinungen in Grenzen und ich konnte absolut nichts abnormales erkennen, als ich mich im Spiegel betrachtete.

In der zweiten Woche musste ich die Tagesdosis meiner Feierabendbierchen ein klein wenig erhöhen.

Doch nachdem die Flaschen leer waren, ging es mir wirklich sehr gut und ich dachte keine Sekunde an Facebook – ein echter Fortschritt!
In der dritten Woche hatte ich oft Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Schweissausbrüche. Doch auch dagegen fand ich ein paar ganz gute Mittel.

Nach der Einnahme meiner kleinen Freunde und meiner Tagesration Bier, sind erstaunlicherweise sogar die eckligen, kleinen Käfer, welche ständig und überall um mich herum schwirrten, verschwunden.
Auch in der dritten Woche wusste ich mich immer zu beschäftigen.
Und am letzten Abend musste mein Erfolg natürlich ausgiebig gefeiert werden. Gut okay, ich gebe es zu. Da habe ich es vielleicht ein klein wenig übertrieben. Anders kann ich mir das Schalke-Shirt nämlich nicht erklären…

So nun ist leider Bettzeit in Königsfelden. Aus mir völlig unerklärlichen Gründen wurde ich hier eingewiesen. Sachen gibt’s…

Streit mit Rauchern

Immer wieder ist es in den letzten Wochen vorgekommen, dass ich mit Rauchern aus meinem Umfeld in Streit geraten bin. Ich habe mein Unverständnis für diese Sucht jeweils ausgedrückt. Es fällt mir ja schon schwer zu verstehen, dass man soviel Geld dafür ausgibt und dabei auch noch seine Gesundheit ruiniert. Aber, dass man in Kauf nimmt, dass auch sein Umfeld an den Folgen dieser Sucht leiden wird, kann ich überhaupt nicht verstehen.
Schliesslich fördert man – indem man raucht – die Gefahr schwer zu erkranken. Wenn diese Tatsache keine Motivation ist, das Rauchen aufzugeben, dann sollte man sich doch damit motivieren können, dass man finanziell einiges einsparen wird, wenn man keine Zigaretten mehr zu kaufen braucht. Doch wenn selbst dies keine Motivationsspritze ist, dann ist es doch sicherlich nicht allzu schwer, sich vor Augen zu führen, wie es den engsten Angehörigen ergehen würde, wenn man schwer erkrankt.
Gut, da habe ich schon oft gehört, dass man sich so etwas nicht überlegt, wenn man diese Situation noch nicht erlebt hat. Doch leider muss ich auch feststellen, dass es selbst dann nicht möglich zu sein scheint, das Rauchen aufzugeben, wenn man in der Familie eine schwere Erkrankung erlebt. Natürlich ist da nicht nur das jahrelange Rauchen schuld daran, doch es trägt erwiesenermassen einen grossen Anteil dazu bei.
Zudem ist mir aufgefallen, dass Raucher extrem heikel auf dieses Thema reagieren. Energisch wollen sie mir weiss machen, dass die AHV ohne Raucher verloren wäre. Abstimmen tut man nicht und auch sonst interessieren einen die Probleme der Schweiz nur beiläufig, aber für die AHV setzt man sogar die eigene Gesundheit auf das Spiel? Sehr selbstlos!
Auch ich habe meine Schwächen, und auch ich rede nicht gerne darüber und einige trage ich überhaupt nicht nach aussen. Das ist wohl menschlich.
Ich würde mich halt einfach darüber freuen, wenn man wenigstens einmal ernsthaft versuchen würde, das Rauchen aufzuhören. Es wäre nur fair den Angehörigen gegenüber! Leider scheint mich keiner verstehen zu wollen…


Contro il calcio moderno

Ich habe das Spiel zwischen der Schweiz und Israel live im St.Jakob-Park in Basel erlebt. Da musste ich am eigenen Leib erfahren, wie sich die Fussball-Bosse Fussballfans wünschen. Alle in rot gekleidet, originell geschminkt, brav auf ihren Stühlen sitzend mit gelegentlichen „Hopp Schwiiz“ Rufen. Hie und da noch ein anderer künstlicher Fansong, welcher so tönt, als käme er aus den Boxen. Das Bier ist alkoholfrei und wehe einer steht 20 Sekunden zu lange vor seinem Platz, der wird sofort zurecht gewiesen. Dieser moderne Fussball finde ich zum kotzen und ich hoffe, dass dies nicht plötzlich auch beim Klubfussball zur Normalität wird.
Ich liebe es im Brügglifeld zu stehen (!!), mein alkoholhaltiges (!!) Bier zu geniessen, die Bratwurst oder den Hot Dog zu essen und den frisch gemähten Rasen zu riechen. Dazu echte Fussballfans, welche ihre eigene Stimmung machen und sich nicht immer so benehmen, wie es die Gesellschaft gerne hätte. Damit meine ich nicht Randale oder ähnliches, sondern Pyromanie, Hassrufe gegen den Gegner und die Schiris. Am Match einfach mal die Sau raus lassen können! DAS ist Fussball!!!!


Schweinegrippe, FC Aarau, ahnungslose Schweizer…

Der Virologe (was für eine Berufsbezeichnung Lachanfall) Beda Stadler gab heute Entwarnung. Es sei eindeutig zu erkennen, dass die Zahl am Virus erkrankten Menschen weltweit zurückgehe. Was hält denn das BAG davon? Natürlich gibt es keine Entwarnung, im Gegenteil. Man gehe immer noch davon aus, dass 2 Millionen Menschen in der Schweiz mit dem Schweinegrippe Virus infiziert werden!
Also, weiterhin Panik machen. Schliesslich steht die Wirtschaft zwar wieder etwas besser da, ist aber noch lange nicht über dem Berg, da kommt eine Schweinegrippe ganz gelegen!
Der FC Aarau hat heute endlich zwei neue Stürmer präsentiert. Kioyo hat Bundesligaerfahrung, wirkt bullig und robust. Stojkov war bereits vor ein paar Wochen ein grosses Thema beim FCA, doch zuviel Geld wurde verlangt. Damals wurde Fritz Hächler heftig kritisiert, dass er sich einen solch vielversprechenden Spieler hat durch die Lappen gehen lassen. Jetzt muss man aber ganz klar anerkennen, dass unser Bauer das richtige Gespür gehabt hat! 40% weniger soll er anscheinend gekostet haben, als noch vor Wochenfrist.
Fritz Hächler mag umstritten sein und auch ich war nicht immer sehr glücklich darüber, wie er sich in letzter Zeit verhalten hat. Besonders in der Kommunikation nach aussen agierte er oft sehr unglücklich. Trotzdem bin ich froh, ihn als Sportchef zu haben. Bei ihm weiss man, dass er nur das Geld ausgibt, welches zur Verfügung steht.
Das Kader der Aarauer ist nun – meiner Einschätzung nach – fast komplett und somit absolut konkurrenzfähig. Einzig einen polyvaleten Verteidiger würde ich mir wünschen. Stefan Glarner vom FC Thun halte ich für einen sehr interessanten Mann für diesen Job!
Das Schweizer Fernsehen hat in Schweizer Städten verschiedenen Menschen Bilder von schweizer Gebäuden bzw. Sehenswürdigkeiten gezeigt. Die meisten kannten das Bundeshaus, den Rheinfall oder auch das Matterhorn. Doch es gab ebenfalls einige, welche keine Ahnung hatten, was ihnen da vor die Nase gehalten wird. Da stellt sich mir schon die Frage, wie die durch die Welt gehen. Ich gebe zu, ich habe mich auch lange Zeit nicht gross für Politik und Kultur interessiert. Doch wie das Bundeshaus oder das Matterhorn aussieht, wusste ich also noch längst. Sind wir Schweizer so wenig patriotisch, dass wir uns einen Dreck darum kümmern, was in unserem Land vor geht? Ist es dem Schweizer scheissegal, was mit seinem Land passiert?

Schweinegrippe

Sie ist zurzeit allgegenwärtig – die Schweinegrippe. Seit Monaten herrscht die Pandemiewarnstufe 6, die höchste Stufe überhaupt. Dies obwohl man zwischenzeitlich kaum noch von neuen Fällen gehört hat. Wie soll man also dieses Pandemiewarnsystem ernst nehmen können, wenn die höchste Stufe auch dann beibehalten wird, wenn es eigentlich kaum noch neue Fälle gibt?
Weltweit gab es bisher 1462 Schweinegrippe-Todesfälle. Diese Grippe ist nun aber doch auch schon eine Weile im Umlauf. Zum Vergleich: Alleine in der Schweiz sterben pro Jahr gegen 1000 Menschen infolge einer „normalen“ Grippe, welche jeder von uns mehrmals im Leben haben wird. Diese Grippe ist – wie die Schweinegrippe – weltweit verbreitet. Handelt es sich denn da nicht erst recht um eine Pandemie?
Herrlich auch die Aufforderung sich die Hände besonders gründlich zu waschen. Ich glaube, wenn ein Mensch vor mir steht, der sich mit der Schweinegrippe angesteckt hat, nützt es mir herzlich wenig, wenn er sich die Hände desinfiziert hat!
Man soll die Schweinegrippe ja nicht verharmlosen. Aber was hier geschieht ist meines Erachtens bewusste Panikmacherei. Den Leuten Angst einjagen, damit sie sich mit Medikamenten, Masken, Handschuhen, Seifen, Notvorräten etc. eindecken. Irgendwie muss die Wirtschaft ja wieder angekurbelt werden! Dass dies funktioniert, bekomme ich zurzeit ganz extrem am eigenem Leib zu spüren! Für kurze Zeit war das gesamte Seifengestell bei uns im Geschäft leer gekauft! In diesem Bereich dürfte das Jahresbudget längst erreicht sein!
Wetten, dass das Ausmass nicht halb so gross sein wird, wie die WHO ankündigt?