Gehören Bilder der Kinder ins Facebook?

Diese Frage wurde schon oft diskutiert und auch ich wurde schon öfters gefragt, ob ich mir darüber eigentlich Gedanken mache.

Ja, ich mache mir darüber Gedanken, keine Frage. Ich habe schon Leute darüber diskutieren hören, dass es sie nervt, wenn Eltern Bilder ihrer Kinder posten. Mit dieser Haltung habe ich ehrlich gesagt ziemlich Mühe. Natürlich, niemand muss sich an Bildern von fremden Kindern erfreuen, ganz und gar nicht. Aber dann scrolle ich doch einfach weiter, wieso kann man sich daran nerven? Bei all der Flut, welche tagtäglich im Facebook gepostet wird, ist es doch eine schöne Abwechslung, wenn lachende und fröhliche Kinder zu sehen sind. Soviel Negatives wird im Internet gepostet, da schadet es doch nicht, wenn hie und da glückliche Kinder das Leben auflockern, menschlicher machen und zeigen, dass längst nicht alles schlecht ist auf dieser Welt.

Natürlich sollten Eltern unbedingt darauf achten, was für Bilder gepostet werden. Leider gibt es da draussen ja kranke Vollidioten, die man mit schlecht gewählten Fotos füttert – und das sollte natürlich nicht das Ziel sein.

Ein Sieg für die Chaoten

Die Disziplinarkommission (DK) der SFL hat entschieden: Die Randale nach dem Spiel FC Aarau – FC Basel kostet den FCB 25’000 Franken und den FC Aarau 40’000 Franken an Bussen. Der FC Aarau kriegt sogar ein halbes Geisterspiel aufgebrummt und verliert damit seit dem 15. Mai 2014 fast 200’000 Franken, wie ich aus verlässlicher Quelle erfahren habe.

Eine Strafe wäre ja ok, wenn der FC Aarau als Veranstalter grobfahrlässig oder gar vorsätzlich Unrecht getan hätte. Aber das ist nicht so. Und aus diesem Grund ist das Urteil der DK ungerecht. Es trifft die Veranstalter die ein Fussballfest über die Bühne bringen wollten und denen eine Handvoll Chaoten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben. Nach diesem Entscheid ist klar: De Chaoten haben gewonnen.

Die Botschaft lautet nämlich: Ihr Chaoten  könnt unseren schönen Fussball kaputt machen wie ihr wollt, im Endeffekt wird ja eh der Veranstalter bestraft. Dieser gibt zwar heute schon hunderttausende von Franken aus, um ein paar Hohlbirnen wie euch auszugrenzen, aber wenn ihr euch mit brutaler und vorsätzlicher Gewalt trotzdem in Szene setzen wollt, werdet ihr sogar in eurem Handeln bestätigt: Man kann unbescholten alles kaputt machen, man kommt ins Fernsehen und bestraft werden letztlich die Veranstalter und das erst noch mehrfach. Super Sache, vielen Dank auch. Man möchte ja gern mal zu einem von euch in die Bude kommen, ein paar mal an den Kopierapparat kicken und das Personal anpöbeln.

Ok, ganz ungestraft kommen die Chaoten ja nicht davon, denn jetzt wird eine politisch gnadenlose Linie gefahren. Wenn dann mal die Verordnungen durch alle Vernehmlassungen und Instanzen durchgebracht wurden, sämtliche Einsprachen bearbeitet und alle Ausnahmeregelungen zu Papier gebracht sind, so in zehn Jahren, dann geht es denen aber sowas von an den Kragen. Die Veranstalter schauen inzwischen, dass ihnen die Bussen und Geisterspiele bis dahin nicht das Genick brechen.

Dabei hat genau genommen alles bereits Anfang der Saison bei der Spielplanerstellung begonnen. Es hätte der SFL schon damals auffallen sollen, dass im Brügglifeld zum Abschluss der Saison nicht Spiele mit Beteiligung von potentiellen Meisterschaftskandidaten stattfinden sollten. Trotzdem setzte man Aarau – GC und Aarau – Basel in den letzten drei Runden an. Am Ende muss der FC Aarau bluten, obwohl er alles in seiner Macht stehende unternommen hat, um Ausschreitungen zu verhindern.

Am ersten Spieltag bleibt nun also der Gästesektor geschlossen. Ob es für die Sicherheit sinnvoll ist die Basler im Aarau-Sektor und vor dem Stadion zu haben, wage ich zu bezweifeln. Aber bei Ausschreitungen kann man ja dann getrost wieder den FC Aarau als Sündenbock missbrauchen.

Die ewige Schiedsrichter Diskussion

Es ist WM-Zeit. Das heisst für mich einen Monat Fussball-Zauber vom Feinsten. Die WM 1998 ist die erste WM, an welche ich mich erinnern kann. Damals wurde ich vom grössten Fussballturnier in den Bann gezogen. Dieser Bann holt mich bei jeder WM – und auch EM – wieder ein. Nigeria gegen Iran würde ich mir normalerweise nicht anschauen, an einer Weltmeisterschaft freue ich mich hingegen extrem darauf. Diese Zeit hat für mich einfach etwas magisches.

Die WM in Brasilien passt so gut in mein Gusto, wie es noch kaum eine WM getan hat. Mehrheitlich wird Offensivfussball zelebriert, was zu Spannung und vielen Toren führt. Fussballherz, was willst du mehr. Leider sind aber auch die Schiris im Mittelpunkt, obwohl ich persönlich finde, dass relativ wenige grobe Schnitzer zu erkennen waren.

Was ich aber nicht verstehe, warum man den Spielleitern nicht endlich mit der vorhandenen Technik unter die Arme greift. Immerhin wird endlich die Torlinien-Technologie eingesetzt. Doch sind wir ehrlich, die meisten Fehlentscheide passieren bei Elfmeter- und Offside Entscheidungen. Wieso nimmt man die Schiris also nicht aus der Schusslinie und benutzt die zahlreich vorhanden Kameras bei strittigen Szenen? Zumindest bei Weltmeisterschaften sollte dies doch machbar sein. Klar, es gäbe so wohl mehr Unterbrüche, doch auch dagegen gibt es Lösungen, wenn man sie denn auch finden will. Zum Beispiel bei jedem Unterbruch die Uhr stoppen, wie im Eishockey?

Solange man nicht bereit ist, solche Technologien einzusetzen und neue Lösungen zu suchen, darf man sich meiner Meinung nach nicht zu laut über die Schiris beklagen. Schliesslich stehen da Menschen auf dem Platz und ein Offside zu erkennen ist für einen Linienrichter oftmals fast unmöglich. Und Stürmer sind bekanntlich nicht gerade jene Zeitgenossen, welche der Erdanziehungskraft am eindrücklichsten entgegenwirken. Wie also soll ein Schiri in jeder Situation klar durchsehen können?

PS: Wenn ich mich das nächste Mal über einen Schiri beklage, darf man mich gerne an diesen Beitrag erinnern… 😉

Unfassbar – schon bald bist Du da!

Monat 8 von 10 ist erreicht. Der Bauch Deines Mamis wächst und wächst. Faszinierend, was da vor sich geht.
Wenn man so nah zusammen lebt, wie das bei Deinem Mami und mir der Fall ist, vergisst man manchmal auf kleine Dinge zu achten.
Kürzlich habe ich etwas Distanz zu Melanie genommen und sie mir ganz bewusst aus der Ferne angeschaut. Ihr herzlicher und unglaublich stolzer Gesichtsausdruck haben mein Herz zum Hüpfen gebracht. Dein Mami strahlt die Schwangerschaft richtiggehend aus – ich spüre förmlich, wie glücklich Melanie ist.
Als ich mir Dein Mami intensiv betrachtete, habe ich mich zum 1’862’342’012 Mal in sie verliebt. Der einzigartig liebe Gesichtsausdruck geht ohne Umwege in mein Herz. Melanie streichelt bei jeder Gelegenheit ihren Bauch und liebt Dich bereits über alles. Mir ist es sehr wichtig, immer wieder auf solche „Kleinigkeiten“ zu achten. Ich liebe Dein Mami nämlich über alles und wenn ich sehe und spüre, wie glücklich Melanie ist, dann wird es mir warm ums Herz. Meine wirksamste Droge!

Nun vergeht kaum eine Minute, an dem Du Dich nicht zu erkennen gibst. Du zappelst wie wild und geniesst es gleichzeitig, wenn Du gestreichelt wirst. Also, genau wie ich :-).
Wenn ich mir bildlich vorstelle, dass Du bereits ganze 39 cm misst, kann ich das kaum einordnen. Du bist uns so nah, und irgendwie doch so fern. Ich kann Dich spüren, ich kann Deine Bewegungen sogar sehen, aber da bei uns bist Du noch nicht. Irgendwie schräg :-).

Allerdings dauert es nicht mehr lange, und das Wunder der Geburt wird wahr. In ca. 2 Monaten erblickst Du das Licht der Welt. Dann habe ich tatsächlich eine Tochter aus Fleisch und Blut. Ich kann Dich dann anfassen, spüren, riechen, wohl mehr als deutlich hören und Du bist endlich auch für mich fassbar. Ich freue mich so sehr auf diese grosse Herausforderung. Auch wenn ich es heute wirklich noch kaum glauben kann, dass mein erstes Kind bereits in wenigen Wochen in unser Leben treten wird…

 

Dem Fussballfan blutet das Herz

Am Donnerstagabend nach dem Spiel des FC Aarau gegen den FC Basel ist es leider zu wüsten Szenen gekommen. Basler Chaoten stürmten das Feld und griffen die Aarau Fans an. Es tut mir im Herzen weh, dass solche Idioten sovieles zerstören können. Fussball ist eine so tolle Sache. Ich geniesse es immer sehr meinen FC Aarau unterstützen zu können. In unserem Grüppchen ganz oben im Fanblock haben wir schon viele schöne, emotionale, intensive und spannende Zeiten erlebt. Ein, zwei Bierchen trinken, über Gott und die Welt diskutieren und dabei dem FC Aarau zujubeln – das ist für mich der perfekte Ausgleich zum gestressten Alltag.

Wenn dann ein paar vermummte Holzköpfe (wobei dieser Ausdruck eigentlich ja eine Beleidigung für das Holz darstellt) nichts besseres zu tun haben, als Krawall zu machen, dann kommt in mir eine grosse Wut auf. Meine Welt, meine grosse Leidenschaft ist in Gefahr. Wie oft habe ich bei Nicht-Fussballfans schon argumentiert, dass die Medien gerne alles aufbauschen. Wenn dann solche Sachen passieren und mir selbst eine Fackel am Kopf vorbei fliegt, dann bin ich mit meinen Kräften am Ende.

Ich mag mich kaum an ähnliche Szenen erinnern, welche ich erlebt habe in meiner 20-jährigen Fankarriere. Es ist also sicherlich nicht richtig, nun gleich alles in Frage zu stellen. Ich hoffe auf gute Massnahmen, welche die wahren Parasiten entlarven und zur Rechenschaft ziehen können. Wie wäre es, wenn man die Chaoten mit Farbe markiert? Ein Verschwinden in der Masse wäre wesentlich schwieriger.

Wenn allerdings wieder Massnahmen ergriffen werden, welche die wahren Fans zusätzlich bestrafen, haben die Chaoten nur noch mehr Schaden anrichten können.

Wie unmenschlich das Leben sein kann, habe ich leider am Donnerstagabend und am Freitagmorgen (in einem anderen Zusammenhang) stark spüren müssen. Mich macht das traurig und ich frage mich, warum es nicht möglich zu sein scheint, fair und korrekt miteinander umgehen zu können…