Gäste müssen warten…

Bei Super League Spielen und teilweise sogar bei Challenge League Spielen (letzte Saison Wil, bei ca. 800 Zuschauern im gesamten Stadion!) hat es sich leider eingebürgert, dass Gästefans erst 30 Minuten nach Spielschluss aus dem Stadion gelassen werden.

Ich kann es drehen und wenden wie ich will. Meine logische Denkweise lässt es nicht zu, verstehen zu können, wo da genau die Vorteile sein sollen. Im Gegenteil, wächst so nicht eher das Risiko von Ausschreitungen?
Schliesslich haben die Heimfans bei dieser Vorgehensweise theoretisch viel mehr Zeit, sich beispielsweise in einem Quartier zu formieren und einen gezielten Angriff zu planen. Zudem macht es die Gästefans sauer, wenn sie eine gefühlte Ewigkeit warten müssen. Auch nicht gerade förderlich, wenn man Ruhe rein bringen möchte. Teilweise (St.Gallen) geschieht dies auch noch auf engstem Raum. Wäre nicht das pure Gegenteil sinnvoller? Dass man die Auswärtsfans möglichst rasch nach dem Schlusspfiff aus dem Stadion geleitet? Wenn ich mich nicht täusche geschieht in Aarau genau das. Über die Gästefans hat man doch viel die bessere Übersicht, während die Heimfans wesentlich schwieriger zu überblicken sind, da sie sich in alle Richtungen verstreuen.

Na ja, irgendeine Logik wird es ganz bestimmt haben…

Es knallt in der Super League

Die neue Super League Saison ist nun bereits drei Runden alt. Die Zuschauer sind dabei auf ihre Kosten gekommen.

Bisher sind 52 Tore gefallen. Dies macht bei 15 Spielen einen Schnitt von rund 3.4 Toren pro Spiel. Am meisten Tore fielen in Spielen mit dem FC Aarau. Leider resultierten daraus zwei Niederlagen gegenüber einem Sieg.

Für den FCA hat sich bisher bestätigt, was schon zu Beginn der Saison erwartet werden durfte. Das Tempo in der obersten Spielklasse ist merklich höher und die Spiele sind intensiver. Mit grossem Kampf hat die Truppe von René Weiler in der ersten Runde den FC Basel ärgern können. Zu einem Punktgewinn reichte es bekanntlich trotzdem nicht. Die Qualität hat sich am Ende durchgesetzt.

Im Brügglifeld hingegen liegt meiner Meinung nach die grosse Chance des FC Aarau. Ein schwaches Luzern hat die Aarauer Heimstärke bereits kennengelernt und ich denke, es wird noch manche Mannschaft Mühe haben im Hexenkessel Brügglifeld.

Der bisher stärkste Gegner des FCA war am Samstag der Grasshopper Klub aus Zürich. Aarau ging früh in Rückstand und wurde in der Startphase regelrecht überrollt. Mit grosser Leidenschaft und viel Glück stand es zur Pause trotzdem 2:1 für den FC Aarau. Ecken und Konter haben sich als grosse Stärken der Aarauer herauskristallisiert. Der GCZ war aber die klar bessere Mannschaft und so musste Aarau das zweite Mal als Verlierer vom Platz.

Der bisherige Verlauf hat bestätigt, dass es eine ganz schwierige Saison werden wird. Man kann zwar gut mithalten und die Stürmer haben das Toreschiessen nicht verlernt. Doch die Verteidigung macht noch keinen souveränen Eindruck. Kann die Mannschaft die Abwehrarbeit verbessern, werden noch einige Punkte auf das Aarauer Konto wandern. Fraglich ist aber, wie die erfolgsverwöhnten Spieler damit umgehen, dass Spiele trotz grossem Aufwand verloren gehen. Weiter habe ich das Gefühl, dass der FCA bereits am oberen Limit spielt und auch die Fortuna musste bereits ein paar Mal eingreifen.

Aarau hat nun gegen zwei Meisterkandidaten auswärts gespielt und zwei grosse Hürden hinter sich. Da die Liga aber relativ ausgeglichen ist, wird es in den nächsten Spielen nicht unbedingt einfacher.

Spannend ist es allemal und die Nerven werden wieder deutlich mehr beansprucht, als noch in der Challenge League. Ob ich das gut finde, weiss ich noch nicht so genau ;-).

Die spezielle Logik der Swiss Football League

Als erstes natürlich die grosse Freude, dass unser geliebtes Brügglifeld in der Super League zurück ist und wie. Mit einer 4:2 Gala hauten die Aarauer die Nachbarn aus *uzern aus dem Hexenkessel Brügglifeld.

Allerdings gab es vom Verband einige Auflagen, die der FCA erfüllen musste. So wurde zum Beispiel ein sogenannter 0-Sektor eingeführt. Dieser Sektor ist eigens für das Fernsehen eingerichtet worden. In diesem Sektor befand sich letztendlich aber gerade mal eine Kamera. Ja, gut okay, gibt schlimmeres. Wenn da nicht einige Folgen daraus entstünden die bei mir ein chronisches Kopfschütteln ausgelöst haben (Ich bin es übrigens immer noch nicht los geworden, was das Schreiben erheblich erschwert…).

Sofern ich das richtig interpretiere, entstand durch diesen 0-Sektor der neue Heimsektor, welcher nun abgetrennt vom Tribünensektor besteht. In diesem Heimsektor werden nun etwas über 5000 Zuschauer reingelassen. Diese Neuerung führte dazu, dass auf der Bachseite ein kleiner Eingang etwas vergrössert werden musste und zum neuen Haupteingang ernannt wurde. Eine zweite Möglichkeit zum Eintritt besteht auf der Kebaseite, direkt neben dem Gästeblock.

Die beiden Eingänge sind relativ klein und bieten einerseits wenig Platz (Bachseite) und anderseits ein gewisses Gefahrenpotential (Eingang neben Gästesektor). Hingegen geniessen die Besucher der Tribüne und der 500 Stehplatzbesucher neben der Tribüne zwei grosse Eingänge mit viel Raum. Bloss müssen in diesem Sektor nur rund 1800 Zuschauer untergebracht werden.

Hinter der Tribüne bestand bisher zudem das grösste Cateringangebot. Zuschauer von der Gegengerade oder von  hinter dem Tor verpflegten sich oft bei diesen Ständen. Nun aber geht das wegen der Sektorentrennung natürlich nicht mehr und so wurden hinter dem Hügel bei der Gegengeraden Verpfelgungsstände platziert. Klar kommt es da jetzt einerseits zu längeren Wartezeiten, und andererseits müssen die Zuschauer den Hügel überwinden, um an Getränke oder Essen zu gelangen. Im Sommer bei Sonnenschein kein unzumutbarer Zustand. Im Winter oder bei Regen ist die Sicherheit aber alles andere als gewährleistet.

Wenn ich mich nun daran erinnere, mit welcher Begründung die SFL diese Neuerungen rechtfertigte, zweifle ich ernsthaft am gesunden Menschenverstand dieser Herren. Denn eigentlich sollten diese Massnahmen die Sicherheit der Zuschauer erhöhen!

Wenn der SFL tatsächlich die Sicherheit und zusätzlich die Zufriedenheit der Fans am Herzen liegt, dann sollten sie Grösse zeigen und diese Auflagen nochmal überdenken. In der Theorie mag das Konzept vielleicht noch knapp aufgehen, in der Praxis tut es dies aber definitiv nicht! Und am Ende muss auch noch der FC Aarau die Kritik einstecken…

FC Aarau Tippspiel mit attraktiven Preisen

Die Helm AG in Suhr – bei der der Mittelfeldspieler Daniele Romano als Praktikant arbeitet – hat im Auftrag vom FC Aarau Hauptsponsor, der Zehnder Group Schweiz AG, ein FCA online Tippspiel realisiert.

Zu jeder Tipprunde gibt es zudem ein Gewinnspiel bei dem Wissen, Geschicklichkeit oder gutes Raten gefragt sind. Es winken attraktive Preise. Den möglichen Gewinn kann man dabei selbst auswählen.

Hier geht es zum Tippspiel.

Das Nati-A Gefühl ist zurück!

Noch 10 Tage bis der FC Aarau in die neue Saison startet. Doch das neue alte Gefühl ist bereits heute da, zumindest bei mir.

Wir spielen auswärts gegen den Schweizer Meister aus Basel. Für den neutralen Beobachter eine klare Sache. Als Aarau Fan ist das Gefühl die Überraschung schaffen zu können, und – erstmals seit dem Neubau des St.Jakobs-Park –  drei Punkte aus Basel entführen zu können, absolut da. So war das früher immer vorhanden, vor allem zu Beginn  einer neuen Saison.

Das Gefühl in der Challenge League war ganz anders. Da hatte ich oftmals genaue das gegenteilige Gefühl. Aarau war meistens der klare Favorit, Potential für eine Blamage relativ gross.

Ich kann den Saisonstart kaum erwarten. Aarau wird den Schwung aus der Aufstiegssaison hoffentlich mit nehmen können und die Basler gehörig überraschen. Zu verlieren hat Aarau gegen den Schweizer Meister überhaupt nichts. Es ist an der Zeit, endlich wieder einmal in Basel zu gewinnen.

Hopp Aarau!