das leben

Die Scheinheiligkeit des VCS

Der Bau eines Fussballstadions ist DAS leidige Thema in Aarau schlechthin. Seit gefühlten 100 Jahren versucht man ein Projekt zu realisieren, das allen – egal ob beteiligt oder unbeteiligt – passt. Unzählige Leute haben sich bei dieser Diskussion schon eingebracht, oftmals wohl einfach, weil dies halt ein Projekt des öffentlichen Interesses ist und so der eigene Name wieder einmal erscheint. Es wäre die Überraschung des Jahrhunderts gewesen, wenn sich da der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) nicht auch noch gemeldet hätte. Argumente für Einsprachen lassen sich schliesslich immer finden.

Wie immer sind Parkplätze für den VCS ein Dorn im Auge. Wahrscheinlich denkt man sich, wenn es keine Parkplätze geben würde, gäbe es auch keine Autos. Ich finde es gut und wichtig, dass man sich Gedanken über die Umwelt macht, keine Frage. Aber zu wenige Parkplätze haben doch meistens Staus und Wartezeiten zur Folge, welche der Umwelt auch nicht unbedingt einen Gefallen tun. Ich verstehe also dieses ewige Parkplatzgenörgel ehrlich gesagt keineswegs. Es muss doch andere Ansätze geben, den Menschen die ÖV’s nahezulegen. Tiefere Preise beispielsweise. Wobei die Züge ja jetzt schon masslos überfüllt sind. Die Probleme würden sich meines Erachtens einfach verschieben und nicht lösen.

Weiter scheint der VCS sogar über den Verkehr hinaus zu denken. Denn plötzlich interessiert man sich für die Umsätze der Kinos in der Altstadt. Die geplanten Kinos im Stadionkomplex sind dem Verkehrsclub nämlich ebenfalls ein Dorn im Auge. Der zu erwartende Mehrverkehr wird natürlich als Störfaktor genannt, aber erstaunlicherweise stört die Herren vom VCS auch noch die neue Konkurrenz der bestehenden Aarauer Kinos.

Die Kinos in der Altstadt sind allerdings weiter entfernt vom Bahnhof und werden wohl eher mit dem Auto aufgesucht. So sollte sich der VCS doch eigentlich eher daran erfreuen, wenn sich die Kinobesuche näher an den Bahnhof verlagern würden. Also, was genau möchte der Verkehrsclub denn jetzt, rentable Kinos in der Altstadt, welche mit dem Auto besucht werden oder Kinos am Bahnhof, welche wesentlich besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind?

Es kann doch nicht sein, dass man aus Angst vor Konkurrenz alles Neue ablehnt! Konkurrenz belebt das Geschäft. Die Kinobetreiber der Altstadt müssen sich eben ins Zeug legen und Ideen kreieren. Falls sie sich jedoch für das Jammern und dem „den anderen die Schuld in die Schuhe schieben“ entscheiden, werden sie tatsächlich unter gehen, sind aber selber schuld. Wenn in der Geschichte der Menschheit allen Ideen die Chance genommen worden wäre, nur um das bereits Bestehende zu schützen, würden wir heute wohl alle noch in einer Höhle leben und müssten unser Essen selbst besorgen. Zugegeben, dann hätten wir auch keine Verkehrsprobleme…

Ast, Jordi und die SMS-Diskussion

Das – laut Medien – grösste Traumpaar der Schweiz hat es nur ein Jahr zusammen ausgehalten. Soviel zum Thema Traumpaar… Getrennt haben sich die beiden, weil Francine Jordi die SMS von Florian Ast lies und dabei scheinbar zur Erkenntnis gekommen war, dass er sie betrogen hatte. Dass Jordi die SMS ihres Freundes heimlich lies, ist in dieser Geschichte das Thema, über welches in der Folge am meisten diskutiert worden war. Viele sagen, dass es für sie ein Trennungsgrund wäre, würde die Freundin oder der Freund die SMS einfach lesen.

Meine Verlobte darf meine SMS lesen so oft sie will. Ich habe ja nichts zu verbergen. Ich habe zu niemandem mehr Vertrauen, als zu Melanie, wie es doch normal sein sollte. Wieso also kann man Probleme damit haben, wenn der Lebenspartner bzw. die Lebenspartnerin, ans Handy geht? Weil dies eine Vertrauensfrage ist, habe ich oft gehört. Sorry, aber wenn meine Freundin heimlich an mein Handy geht, um mich zu kontrollieren, dann habe ich mich offensichtlich in der Vergangenheit nicht gerade vertrauenswürdig verhalten. Es müssen also bereits einige Probleme in der Luft liegen und wenn ich mich dann ohne mit der Wimper zu zucken von ihr trennen kann und dabei das SMS-Lesen als Grund angebe, bin ich einfach nur scheinheilig. Da wäre mir dieser „Fauxpas“ meiner Freundin offensichtlich ganz recht gekommen, um mich davon schleichen und ihr auch noch die alleinige Schuld in die Schuhe schieben zu können.

Fazit: Wer sich vorstellen kann, seine Beziehung zu beenden, wegen ungefragtem SMS-Lesen, der legt meiner Meinung nach eh nicht allzu viel Wert auf die Beziehung. Ist es da also nicht das SMS-Lesen, welches die Beziehung beendet, dann ist es halt vielleicht das zum wiederholten Male nicht abgewaschene Joghurt-Löffeli, welches die wackelige Beziehung zum endgültigen Umkippen bringt…

Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit

Dass dies so ist, ist meines Erachtens eine klare Tatsache. Doch wieso ist das eigentlich so. Da ja von Fliegenfürzen, über das Sexualverhalten von Ameisen bis hin zu abfliessendem Klowasser und in welche Richtung es fliesst, wohl so ziemlich alles (mindestens einmal!) erforscht wurde, ging ich davon aus, dass es auch über dieses Phänomen Forschungsergebnisse gibt. Und ja, ich würde fündig.

Erklärung: Als Kind leben wir den Moment, wir machen uns keine Gedanken darüber, was morgen ist. Zudem erlebt ein Kind jeden Tag viele neue, spannende Sachen. Je älter wir werden, desto mehr werden wir vom Alltag eingenommen und wir warten immer auf etwas. Wir warten auf das Wochenende, wir warten auf den Lohn, wir warten auf die Ferien. So geniessen wir den Moment gar nicht mehr.

Eine weitere Erklärung ist, dass man mit dem Alter langsam und träge wird.  So haben wir natürlich das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht, da wir halt einfach für alles mehr Zeit benötigen.

Hui, jetzt muss ich aber aufhören zu schreiben, es ist ja schon wieder soooo spät…!

Gedanken über den Tod

Ich war schon immer ein Mensch, der sich sehr viele Gedanken über das Leben gemacht hat. Oftmals auch zuviele, zugegebenermassen. Künftig werde ich unter dem Thema „Gedanken über das Leben“ laufend über alles mögliche, was mit dem Leben zu tun hat, nachdenken. Kommentare sind herzlich Willkommen, es wäre doch schön, wenn so Diskussionen entstehen würden. Heute starte ich mit dem Tod. Ist doch mal etwas anderes, wenn der Tod der Anfang macht… 😉

Genau genommen geht es nicht einfach um den Tod. Es geht auch darum, wie es weiter geht und überhaupt um das Leben im Allgemeinen. Ich bin nämlich der Meinung, dass man immer wieder neu geboren wird. Ein Leben ist also ein Zyklus, etwas das immer wieder von vorne beginnt.

Das oberste Ziel jedes einzelnen Menschen bleibt doch im Leben immer dasselbe. Es geht darum, dass man Überleben will. Möglichst gut und gesund. Wir tun im Verlauf des Lebens nichts anderes, als dem Befehl „Überlebe“ zu folgen. Jedes Handeln im Leben hat in erster Linie dieses Ziel.

Doch irgendwann schafft es unser Körper natürlicherweise nicht mehr zu existieren. Wie zum Beispiel ein Auto irgendwann abgenutzt ist, passiert dies auch mit unserem Körper. Also, muss unsere Seele diesen Körper verlassen und sich einen neuen suchen. So gesehen ist der Tod wichtig, damit wir einen alten Zyklus beenden und einen neuen beginnen können. Klingt für mich alles logisch, ja ich bin absolut überzeugt davon. Wie es dann zwischen den beiden Leben weiter geht, das ist jedoch noch ein Rätsel für mich. Ist man eine Weile lang im sogenannten „Nirvana“? Ist man in einem Zustand, der dem „Schlafen“ ähnelt?

Selbst wenn meine Vorstellung kompletter Schwachsinn sein sollte und alles ganz anders ist, gibt es irgendwie ein schönes Gefühl, zu wissen, dass meine verstorbenen Eltern weiter gezogen sind und wieder von vorne beginnen können. Ihr Körper hat halt etwas früher „schlapp“ gemacht, als andere.

Ich habe schon immer an ein Leben nach dem Tod geglaubt, doch richtig damit befasst habe ich mich erst dann, als meine Mutter gestorben ist. Um mit dem Schmerz umgehen zu können, brauchte ich irgendwie eine Antwort und diese Antwort habe ich für mich gefunden.

Was meint ihr, wie es nach dem Tod weiter geht?

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