Gehören Bilder der Kinder ins Facebook?

Diese Frage wurde schon oft diskutiert und auch ich wurde schon öfters gefragt, ob ich mir darüber eigentlich Gedanken mache.

Ja, ich mache mir darüber Gedanken, keine Frage. Ich habe schon Leute darüber diskutieren hören, dass es sie nervt, wenn Eltern Bilder ihrer Kinder posten. Mit dieser Haltung habe ich ehrlich gesagt ziemlich Mühe. Natürlich, niemand muss sich an Bildern von fremden Kindern erfreuen, ganz und gar nicht. Aber dann scrolle ich doch einfach weiter, wieso kann man sich daran nerven? Bei all der Flut, welche tagtäglich im Facebook gepostet wird, ist es doch eine schöne Abwechslung, wenn lachende und fröhliche Kinder zu sehen sind. Soviel Negatives wird im Internet gepostet, da schadet es doch nicht, wenn hie und da glückliche Kinder das Leben auflockern, menschlicher machen und zeigen, dass längst nicht alles schlecht ist auf dieser Welt.

Natürlich sollten Eltern unbedingt darauf achten, was für Bilder gepostet werden. Leider gibt es da draussen ja kranke Vollidioten, die man mit schlecht gewählten Fotos füttert – und das sollte natürlich nicht das Ziel sein.

Der eigene Weg ist der einzig richtige

Ich kann immer wieder beobachten, wie die Menschen genau wissen, was das Richtige ist für ihre Mitmenschen. Bestes Beispiel ist Roger Federer. Wie oft wurde wohl in Online-Kommentaren schon sein Rücktritt gefordert? Ganz klar, der Federer muss unbedingt den richtigen Zeitpunkt für seinen Rücktritt finden. Das ist wichtiger, als jede Vorbereitung auf ein Turnier.

Ich sehe das alles ganz anders. Jeder soll den Weg gehen, der sich als den richtigen anfühlt. Im Entscheidungsmoment kann man sowieso nicht wissen, wie es am Ende ausgehen wird. Es wäre irrsinnig, schon im vornherein Gewissheit haben zu wollen, welcher Weg der richtige ist. Wenn man sich bewusst wird, gar nicht falsch entscheiden zu können, wird es wesentlich einfacher entspannt eine Entscheidung zu treffen. Richtig gelesen, man kann sich gar nicht falsch entscheiden. Zum Zeitpunkt der Entscheidung wählt man immer den zu dieser Zeit richtigen Weg. Niemand nimmt absichtlich den falschen Weg. Später würde man aufgrund neuer Erfahrungen vielleicht nicht mehr diesen Weg wählen. Diese Erfahrungen muss man jedoch zuerst gemacht haben. Deswegen ist es auch völlig daneben, sich selbst über eine Entscheidung aus der Vergangenheit aufzuregen. Es bringt nämlich absolut nichts und zieht einem noch wichtige Energie ab.

Um auf das Beispiel Sport zurück zu kommen. Roger Federer hatte bisher nie das Gefühl, ein Rücktritt wäre das beste für ihn. Er liebt Tennis und will es so lange weiterspielen, wie es ihm gefällt und sein Körper mitmacht. Er hat auch heute noch grossen Erfolg. Doch selbst wenn er nur noch die Weltrangliste 138 wäre, hätte er keinen Fehler gemacht. Ich denke nämlich nicht, dass RF in erster Linie wegen des Erfolges Tennis spielt. Es macht ihm Spass, er konzentriert sich auf das Sportliche und sicher nicht auf Nebensächlichkeiten wie der richtige Zeitpunkt für den Rücktritt.

Ich habe in meinem Leben schon oft den Weg genommen, den mir mein Gefühl gewiesen hat. Oftmals habe ich das unbewusst so getan. Erst als ich einige Bücher über Persönlichkeitsentwicklung gelesen habe, wurde mir bewusst dass ich schon oft so gehandelt hatte. Besonders in der Liebe wollen die Menschen sehr genau wissen, was für andere das Richtige ist. Als ich mich mit Melanie nach nur drei Monaten Beziehung verlobt habe, spürte ich ganz viel Skepsis. Es wurde uns beispielsweise gesagt, dass wir erst ein paar Jahre zusammen sein sollten, ehe wir ans Heiraten denken. Wieso denn? Wenn ich das Gefühl habe, das Richtige zu tun, gehe ich doch keinen anderen Weg. Klar, es kann sein, dass die Beziehung nicht hält. Nur kann ich das im vornherein sowieso nie wissen. Da ist es doch sinnvoll, sich auf sein Gefühl zu verlassen. Man kann nur gewinnen oder Erfahrungen sammeln. Sich diesen Satz einzuprägen lohnt sich. Hat man diese Einstellung verinnerlicht, wird es plötzlich ganz einfach Entscheidungen zu treffen.

 

Dem Fussballfan blutet das Herz

Am Donnerstagabend nach dem Spiel des FC Aarau gegen den FC Basel ist es leider zu wüsten Szenen gekommen. Basler Chaoten stürmten das Feld und griffen die Aarau Fans an. Es tut mir im Herzen weh, dass solche Idioten sovieles zerstören können. Fussball ist eine so tolle Sache. Ich geniesse es immer sehr meinen FC Aarau unterstützen zu können. In unserem Grüppchen ganz oben im Fanblock haben wir schon viele schöne, emotionale, intensive und spannende Zeiten erlebt. Ein, zwei Bierchen trinken, über Gott und die Welt diskutieren und dabei dem FC Aarau zujubeln – das ist für mich der perfekte Ausgleich zum gestressten Alltag.

Wenn dann ein paar vermummte Holzköpfe (wobei dieser Ausdruck eigentlich ja eine Beleidigung für das Holz darstellt) nichts besseres zu tun haben, als Krawall zu machen, dann kommt in mir eine grosse Wut auf. Meine Welt, meine grosse Leidenschaft ist in Gefahr. Wie oft habe ich bei Nicht-Fussballfans schon argumentiert, dass die Medien gerne alles aufbauschen. Wenn dann solche Sachen passieren und mir selbst eine Fackel am Kopf vorbei fliegt, dann bin ich mit meinen Kräften am Ende.

Ich mag mich kaum an ähnliche Szenen erinnern, welche ich erlebt habe in meiner 20-jährigen Fankarriere. Es ist also sicherlich nicht richtig, nun gleich alles in Frage zu stellen. Ich hoffe auf gute Massnahmen, welche die wahren Parasiten entlarven und zur Rechenschaft ziehen können. Wie wäre es, wenn man die Chaoten mit Farbe markiert? Ein Verschwinden in der Masse wäre wesentlich schwieriger.

Wenn allerdings wieder Massnahmen ergriffen werden, welche die wahren Fans zusätzlich bestrafen, haben die Chaoten nur noch mehr Schaden anrichten können.

Wie unmenschlich das Leben sein kann, habe ich leider am Donnerstagabend und am Freitagmorgen (in einem anderen Zusammenhang) stark spüren müssen. Mich macht das traurig und ich frage mich, warum es nicht möglich zu sein scheint, fair und korrekt miteinander umgehen zu können…

Falsche Entscheidungen können gar nicht getroffen werden

Jeder kennt wohl mindestens eine Entscheidung in seinem Leben, welche heute als Fehler angesehen wird. Und was machen wir da? Wir zermürben uns das Hirn, hadern mit uns selbst und lösen so schlechte Gefühle in uns aus. Dabei ist dies etwa so sinnlos, wie Wasser in die Aare zu tragen. Denn ändern lässt sich diese Entscheidung heute eh nicht mehr. Und das Wichtigste: Im Leben entscheidest du dich immer nach dem gerade aktuellen Wissensstand. Und aufgrund dieses Wissens entscheidest du dich für das in diesem Moment richtige. In diesem Moment ist es für dich also die richtige Entscheidung, sonst würdest du es ja nicht so tun. Später würdest du dich vielleicht anders entscheiden, dann hast du aber auch einen völlig anderen Wissensstand. Sich selber Vorwürfe zu machen deswegen, ist also ganz schön unfair, da die beiden Personen gar nicht über denselben Erfahrungsschatz verfügen ;-).

Dies als kleiner Gedanke für alle, welche sich zu oft das Hirn über Dinge zerbrechen, die sie nicht mehr ändern können.

Auch Trost hat Sorgen

Wie manch andere in der Schweiz, hat sich heute auch der Trost ganz schön geärgert darüber, dass sich der Winter nochmals so richtig zurück gemeldet hat. Ein halbes Jahr haben wir nun schon bald Winter, rechnete er mir vor. Eine halbe Stunde hatte er heute, um mit dem Auto von Zofingen nach Kölliken zu fahren. Wer die Hauptschuld daran trägt, wusste der Trost auch bereits: „Es sind diese faulen Safenwiler. Wie immer hielten sie es auch heute nicht für nötig, den Schnee zu räumen und zu salzen…! Gerade in Safenwil, über den gefährlichen Striegel“. Richtig in rage war er, unser Trost, und das schon am morgen früh.  Schlimm, wenn sogar der Trost – dessen Aufgabe es doch wäre zu trösten – die Nerven verliert und sich dem allgemeinen Jammern hingibt.

Mit Müh und Not habe ich es geschafft, meinen Arbeitskollegen namens Trost wieder  zu beruhigen. „Dani tröstet Trost“ oder so… 🙂