Start zur Rückrunde in der Super League

Heute bei tiefen Minustemperaturen nimmt die höchste Schweizer Fussball Liga wieder ihren Betrieb auf. Wegen des Konkurses von Xamax, findet nur das Spiel in Luzern statt. Da treffen die Innerschweizer auf den FC Zürich.

In der wohl kuriosesten Saison aller Zeiten, sehe ich leider kein Team, das dem FC Basel gefährlich werden könnte im Kampf um den Schweizer Meister Titel. Die Basler konnten ihr Kader bisher zusammenhalten, auch wenn diverse Gerüchte aufgekommen sind. Besonders Shakiri und Shaka haben das Interesse vieler Topklubs geweckt. Ich gehe davon aus, dass beide beim FCB bleiben und sich die Chance nicht entgehen lassen werden, sich im Achtelfinale der Champions League zu präsentieren.

Basel trotz dreifacher Belastung absoluter Titelfavorit

Die Basler sind in allen drei Wettbewerben noch vertreten. Dies zerrt natürlich an den Kräften. Trotzdem würde es mich sehr überraschen, wenn eine andere Mannschaft doch noch im Titelrennen mit mischen könnte. Luzern hat keinen echten Stürmer mehr im Kader. Die Luzernen müssten auf dem Transfermarkt, welcher für Schweizer Teams noch bis am 15. Februar geöffnet ist, einen Coup landen, um Basel ernsthaft Konkurrenz bieten zu können.

Einzig Sion und die Young Boys konnten sich in der Rückrunde vielversprechend verstärken. Sion ziert mit -5 Punkten jedoch das Tabellenende und auch die Young Boys aus Bern dürften mit 11 Punkten Rückstand auf Leader Basel keine Rolle mehr spielen im Titelkampf.

Brisant könnte es werden, wenn der FC Sion am Ende die 36 Punkte zurück erhalten würde. Spielen die Walliser ähnlich erfolgreich, wie in der Vorrunde, könnten sie mit diesen 36 Punkten durchaus auf Platz 1 stehen. Das nächste Chaos wäre perfekt.

Kein Abstiegskampf in dieser Saison?

Im Tabellenkeller hat sich die Lage für die Zürcher Klubs und Lausanne durch den Konkurs von Xamax und dem Punkteabzug von Sion deutlich entschärft. Allerdings werden die Sittener dieses Urteil natürlich nicht kampflos akzeptieren. Und ich halte die Wahrscheinlichkeit für gross, dass den Wallisern mindestens ein Teil der Punkte zurück gegeben werden müssen. Ob die abstiegsbedrohten Klubs mit solch einem Szenario rechnen? Das in der Vorrunde heillos überforderte Lausanne hat sich kaum verstärkt und scheint sich sehr sicher zu fühlen. Auch der FCZ nimmt die Situation scheinbar sehr gelassen. Die halbe Mannschaft wurde verkauft und es wurde nur sehr dürftig Ersatz verpflichtet. GC hat nicht viele Möglichkeiten sich zu verstärken und setzt wohl grosse Hoffnungen auf die Rückkehr von Johann Vogel.

Nächstes Sorgenkind Servette Genf

Als ob diese Saison nicht schon genug belastet wäre von negativen Schlagzeilen, steht bereits das nächste Desaster vor der Türe. Servette hat ebenfalls Schulden und der Iranische Investor und Präsident ist nicht mehr bereit, viel in den Genfer Klub zu investieren. Er fordert mehr Unterstützung aus Genf. Gestern konnte Servette im letzten Moment ein drohendes Konkursverfahren abwenden. Allerdings scheint da der Baum nach wie vor zu brennen. Auf Nachrichten aus Genf darf man gespannt sein.

Ich hoffe, dass am Ende der Saison die Tabelle fest steht und man definitiv weiss, wer Meister ist und wer absteigen muss. Der Fussball soll endlich wieder im Vordergrund stehen. Der Verband muss aber dafür unbedingt über die Bücher. Denn es kommt nicht von ungefähr, dass ein Verein nach dem anderen mit dem Pleitegeier zu kämpfen hat. Die Liga sollte sich ernsthaft überlegen, ob die Anforderungen, die sie stellen, nicht viel zu hoch und zu unrealistisch für Schweizer Klubs sind. Hohe Anforderungen setzen die Klubs nur unnötig unter Druck, treiben die Vereine aus Verzweiflung in die Arme von zwiespältigen „Investoren“ und machen den Fussball ganz sicher nicht besser, ganz im Gegenteil.

 

Eine Antwort auf „Start zur Rückrunde in der Super League“

Kommentar verfassen