In der Krise mehr Ferien und Geld fordern?

Bald stehen in der Schweiz zwei Volksabstimmungen an. Einerseits soll jeder Festangestellte sechs Wochen Ferien erhalten. Gleichzeitig läuft eine Unterschirftensammlung, die eine Initiative für einen Mindestlohn von 4000.- Franken hervorbringen soll.

Gerne hätte ich sechs Wochen Ferien im Jahr, dann kann man dreimal im Jahr zwei Wochen Ferien einziehen. Das wäre eigentlich ja wunderbar und erfreulich. Aber es kann doch nicht sein, dass man dies in der Krisenzeit fordert. Die KMU stehen doch jetzt schon extrem unter Druck, bei Annahme der Ferieninitiative würde sich dieser nur noch erhöhen. Die Initianten argumentieren damit, dass Burn-Out und andere auf Stress im Job zurückzuführende Krankheiten, sehr viel Geld kosten. Geld, das laut der Initianten, mit mehr Ferien eingespart wird und damit die zwei zusätzlichen Ferienwochen finanziert werden können.

Ich glaube jedoch kaum, dass es weniger Fälle von Burn-Out geben wird, wenn die Arbeitnehmenden mehr Ferien erhalten. Der Wettbewerbsdruck, die rasende Entwicklung und die fortschreitende Globalisierung bleiben genau so bestehen. Nur hat man mit sechs Wochen Ferien weniger Zeit seine Arbeit zu erledigen und die Betriebe erwartet grosse Mehrkosten. Mehrkosten welche zurzeit alles andere als förderlich wären.

Ebenso kann ich es nicht verstehen, dass man in der Krisenzeit 4000.- Mindestlohn für alle fordert. Wieviele Jobs würde es bei Annahme dieser Initiative wohl bald gar nicht mehr geben? Es würden nochmals Mehrkosten für die Betriebe aufkommen, der Druck würde noch grösser und Entlassungen definitiv nicht mehr zu vermeiden.

Meiner Meinung nach würde eine Annahme der beiden Initiativen den Arbeitnehmern und Arbeitgebern genau das Gegenteil ihres Ziels bringen. Es würde an allen Ecken schaden und wäre absolut kontraproduktiv! Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass man ernsthaft daran glauben kann, dass solche Initiativen in der Krisenzeit erfolgreich sein können.

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