Emotionaler Fussball

Wer das Spiel vom letzten Wochenende zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich mitverfolgt hat, wurde Zeuge von Rangeleien unter Millionären!

Erst dreht der Captain der Schweizer Nationalmannschaft Alex Frei durch, indem er nach einer völlig korrekten Verwarnung den Ball seinem Nati-Kollegen Vonlanthen an den Körper schmeisst und erhält zurecht die gelb-rote Karte. Und nach Spielschluss attackiert FCB Goalie Costanzo den eigenen Mitspieler!
Danach hört man immer wieder, dass der Fussball halt emotional sei und solche Szenen zwar nicht entschuldbar seien, aber doch auch zeigten, dass hier pure Leidenschaft und Ehrgeiz mit dabei seien.

 

Nun gut, ich kann dies durchaus nachvollziehen und halte solche Aktionen eigentlich für nicht allzu tragisch. Doch es ist mir trotzdem ein kleiner Vergleich im Kopf umher geschwirrt!

 

Während man die Fussballspieler für „Gewalttätigkeiten“ zu verstehen und teilweise gar zu verteidigen versucht, werden die Fussballfans für noch so kleine Delikte aufs Schärfste verurteilt. Da wird plötzlich nicht mehr davon gesprochen, dass dies halt von Leidenschaft und Ehrgeiz zeugt.

 

Ich will keineswegs Gewalttätikeiten von „Fans“ gutheissen oder in Schutz nehmen. Ich finde einfach, dass hier wieder einmal mehr nicht mit gleichlangen Ellen gemessen wird. Fussballspieler versucht man zu verstehen, Fussballfans hingegen werden vorverurteilt und nicht ernst genommen! Sind ja eh alles Verbrecher!


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