FC Basel in der CL: Positiv für den CH-Fussball?

Der FC Basel hat es wieder geschafft, er hat sich für die Champions League qualifiziert. Medien und Fussballexperten im Schweizerland freuen sich einhellig. Ein Schweizer Verein in der Königsklasse ist für das Ansehen sicherlich positiv. Auch ich freue mich, wenn ein Schweizer Verein europäisch für Furore sorgt – sofern dies nicht gegen Dortmund oder Liverpool passiert ;-). Weiter ist es positiv, wenn ein Schweizer Klub in Europa Punkte sammelt, damit wir zwei Mannschaften in die CL Qualifikation schicken dürfen.

Nur gibt es einen Punkt, der mir gar nicht gefällt. Mit jeder weiteren Champions League Teilnahme werden dem FC Basel weitere Millionen in die, im Vergleich mit anderen Schweizer Vereinen, sonst schon übervolle Klubkasse gespühlt. Versteht mich nicht falsch, ich bin keineswegs neidisch auf den FCB, auch wenn ich natürlich gerne ein paar Millionen mehr in der Klubkasse des FCA sehen würde. Aber ich finde es besorgniserregend, wenn die finanzielle Schere in der Super League immer weiter auseinander klafft. Eine Liga, in der immer dieselbe Mannschaft Meister wird, ist alles andere als spannend. Um mithalten zu können, müssen die Konkurrenten Basels grosse finanzielle Kraftakte eingehen. Dies kann auch dazu führen, dass einige Klubs (zu) grosse Risiken eingehen und im schlimmsten Fall im Konkurs landen. In der jüngsten Vergangenheit haben die Konkurse von Lugano, Lausanne, Servette und Xamax europäisch für negative Schlagzeilen gesorgt.

Aus diesen Gründen bin ich jeweils hin und her gerissen, bei europäischen Erfolgen des FC Basel. Eigentlich sollte der FC Basel den anderen Super League Klubs etwas Geld abgeben. Wenn die Konkurrenz stärker und das Niveau in der Liga besser wird, kommt das schliesslich auch dem FC Basel wieder zu Gute…

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