Ein Kassenzettel sorgt für verschlossene Läden

Wir im Denner wurden gestern am morgen etwas stutzig. Wir hatten merklich mehr Kunden im Laden, als normalerweise um diese Zeit. Ich dachte da noch, dass dies mit der bevorstehenden Ostern zu tun hat, auch wenn ich dies selbst nicht so recht glauben konnte. Aber was sollte es denn sonst sein? Lange dauerte es allerdings nicht, bis mir eine Kundin erzählte, dass der Coop ein Problem hätte und die Türen deswegen immer noch verschlossen seien. Später erfuhr ich dann von meinem Chef, dass da scheinbar mit dem Kassensystem etwas nicht stimmte.

Eine Änderung am Deutschschweizer Kassenbon hat für das Chaos gesorgt bei Coop. Scheinbar wollte die IT-Abteilung eine kleine Änderung vornehmen und sorgte so dafür, dass in allen Coop-Filialen in der gesamten Deutschschweiz die Kassensysteme nicht funktionierten. Die Läden blieben geschlossen, die Kunden vertröstete man mit Gipfeli und Osterhasen.

Ehrlich gesagt war ich jedoch überrascht, dass die Angestellten nicht das schier Unmögliche hatten möglich machen müssen. Nämlich trotzdem öffnen und im Kopf ausrechnen, was die Kunden zu zahlen haben. Da die Preise nicht mehr an den Produkten angeschrieben sind, wäre dies eine unheimliche Mammutarbeit gewesen. Aber da es heut zu Tage praktisch nur noch um Kapitalismus geht und jeder Franken, den man verliert eine halbe Katastrophe darstellt, hätte es mich nicht verwundert, wenn die Verkäufer diese mühsame Arbeit hätten auf sich nehmen müssen. Gut, sie mussten es nicht, die Filialen blieben bis ca. um 9 Uhr geschlossen und das finde ich doch sehr sympathisch. Ausfälle gibt es nun mal und dies sollte man einfach akzeptieren, nicht überbewerten und das Beste daraus machen. Das hat Coop meines Erachtens gemacht. Spontan entschied man den auflaufenden Kunden Gipfeli und Osterhasen zu schenken. Auch das ist doch äusserst sympathisch. Auch wenn da wahrscheinlich nicht das Menschliche, sondern eher die Imagepflege im Vordergrund stand.

 

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