Die unglaublichen Ungerechtigkeiten im Schweizer Fussball!

Die abgelaufene Super League Saison war von vielen negativen Nebengeräuschen begleitet. Die Swiss Football League machte dabei oftmals einen völlig überforderten Eindruck, bewies keine klare Linie und absolut kein Rückgrad. Dass man dem Druck von der „Weltmacht“ Fifa nachgab und dem FC Sion 36 Punkte abzog, obwohl dies laut Reglement gar nicht erlaubt ist, war nur eine unfassbare Ungerechtigkeit in dieser Saison.

Doch, dass der FC Aarau – der nicht mal in der selben Liga spielt, wie die Walliser – auch noch unter diesem Punkteabzug leiden muss, ist ein Skandal. Da erkämpft sich die Mannschaft verdient den zweiten Tabellenplatz, der zur Barrage berechtigt und eine Belohnung sein sollte, für die erfolgreiche Spielzeit. Doch nun muss der FCA gegen die drittbeste Mannschaft der Super League spielen. Das ist ganz klare Wettbewerbsverzerrung. Der SFL ist es also überhaupt kein Anliegen, die Mannschaften alle gleich und vorallem fair zu behandeln. Sollte nicht gerade dies das absolut Selbstverständlichste sein? Es wäre doch zum Beispiel kein grosser Aufwand gewesen, den FC Sion für die Barrage zu sperren. Sprich, schafft es Sion nach dem Punkteabzug nicht auf Platz 8, dann muss der 8.Platzierte in die Barrage. Dies wären Lausanne oder die Grasshoppers gewesen. So wäre es zu einer fairen Begegnung in den Barragespielen gekommen.

Aber so kämpften die Aarauer bis zum letzten Spieltag um den zweiten Platz, während sich der FC Sion (welcher sich ein wesentlich breiteres Kader leisten kann) in den letzten Runden schonte, da der neunte Platz sowieso nicht mehr abgewendet werden konnte. Und trotzdem setzt die SFL die erste Partie nur 3 Tage nach dem letzten Spieltag an. Und keine 48 Stunden später findet im Aarauer Brügglifeld das Barrage Rückspiel statt. Dass die Kräfte der Aarauer am Ende sind, dürfte sich so von alleine verstehen. Nicht nur, dass man Aarau ein Spitzenteam der Super League als Barrage-Gegner zumutet, es wird nicht einmal auf eine ausreichende Erholungszeit geachtet!

Wo, ausser in der Schweiz, gibt es denn sowas? Hier erhalten zudem Teams eine Lizenz, die scheinbar noch nicht mal über eine saubere Buchführung verfügen. Ich kann kaum glauben, was hier alles abgeht und hoffe, dass der FCA das Wunder trotzdem noch irgendwie schafft und sich in die Nati A ballert.

Egal in welchem Bereich im Leben, die Fairness sollte immer zuoberst stehen. Und wenn ein Verband nicht alles dafür unternimmt, um dies zu erreichen, dann sollte das eigentlich jedem anderen Klub ebenfalls zu denken geben.

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