St.Galler Fans vergeben einmalige Chance

Über die Fanproblematik wurde schon oft diskutiert. Fans beklagen sich immer wieder, auswärts behandelt zu werden, wie im Knast. Der Präsident des FC Sion hat diesen Vorwurf ernst genommen und den St.Galler Fans eine einmalige Chance geboten. Er empfing die Gäste mit grosser Gastfreundschaft. Keine Polizei empfing die Anhänger. Im Gegenteil, die Fans kamen in den Genuss von gratis Eintritt ins Stadion, gratis Raclette und einem gratis Glas Weisswein. Christian Constantin hatte die Hoffnung, dass sich die Fans dadurch benehmen würden. Leider wussten die St.Galler die Gastfreundschaft nicht zu würdigen und zündeten eine grosse Menge an Feuerwerk. Damit haben sie sich jeglichen Kredit verspielt. Das wäre DIE Chance gewesen, zu beweisen, dass harte Massnahmen kontraproduktiv sind. Leider haben die St.Galler dies leichtfertig vergeben. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Man kann nicht immer nur jammern und fordern. Will man eine Verbesserung erreichen, muss man auch bereit sein etwas zu geben. Und bei der Menge, die gezündet wurde, war dies von der Fanszene wohl geplant. In Zukunft braucht man sich in St.Gallen über harte Massnahmen nicht zu beklagen!

FC Aarau startet in die Saison 14/15

Heute ist es bereits wieder soweit. Der FC Aarau startet in die neue Saison. Die Vorfreude auf Spitzenfussball im Brügglifeld hat bei mir durch die Einsprache gegen das neue Stadion einen Dämpfer erlitten. Vorallem weil sie zu einem Zeitpunkt gekommen ist, an dem man dachte, es könne gar keine mehr kommen. Das ist das perfide an der ganzen Sache. Wenn dieser Mensch eine berechtige Einsprache zu tätigen hat, warum rechnet er sich dann ganz genau aus, wann der letztmögliche Tag ist, an dem er seine Einsprache deponieren kann? Für mich ein klares Indiz dafür, dass er nichts anderes will, als den Neubau so lange zu verzögern, bis der FC Aarau in der heutigen Form nicht mehr existieren kann und das Stadion hinfällig wird. Nichts desto trotz bin ich nach wie vor der Hoffnung, dass dies unser System nicht zulässt. Die Absicht des Einsprechers ist doch recht offensichtlich, da muss es einfach möglich sein, schnell eine Lösung zu finden.

Aber eigentlich wollte ich ja über die aktuelle Ausgabe des FC Aarau schreiben. Der Stadion-Neubau ist halt sehr präsent, da die Existenz meines Herzensverein daran hängt. Seit ich denken kann, begleitet mich der FCA. Ein Leben ohne FC Aarau kann und will ich mir nicht vorstellen.

So, nun aber wirklich zum eigentlichen Thema. Viele Transfers waren bisher noch nicht dabei, als langjähriger Aarau-Fan weiss man aber, dass dies in Aarau nicht ganz einfach ist. Ich wäre eher beunruhigt, wenn ein Spieler nach dem anderen verpflichtet würde. Die Finanzen müssen stimmen, sonst ist der Stadion-Neubau plötzlich das kleinste Problem.
Trainer:
Als Nachfolger von René Weiler wurde Sven Christ eingestellt. Erst war ich etwas skeptisch, da er halt doch sehr unerfahren ist auf diesem Niveau. Doch in etlichen Interviews hat er mich überzeugen können. Ein junger hungriger Trainer mit frischen Ideen und grosser Leidenschaft. Das passt zum FC Aarau.

Tor:
Mit Lars Unnerstall hatten wir letzte Rückrunde ein überdurchschnittlicher Torhüter im Kasten. Dass dieser nur ein halbes Jahr bleiben würde, wusste man. Nun kehrt wohl Joel Mall ins Tor zurück. Seine Entwicklung stimmt mich positiv. Mit Pelloni hat man zudem einen jungen Torhüter mit viel Potential geholt, um den Konkurrenzkampf anzuheizen. Mall wird dieser Druck gut tun, da bin ich sicher.

Abwehr:
Hier hätte ich mir noch einen Aussenverteidiger gewünscht. Jaggy ist ein Unsicherheitsfaktor und würde ich lieber als Backup sehen.
Scheinbar ist man aber ja noch auf der Suche nach einem geeigneten Abwehrspieler. Mit Bulvitis und Garat haben wir zwei solide Innenverteidiger. Jäckle und Thaler haben viel Potential. Ich bin gespannt, auf wen Christ im Startspiel setzen wird. Igor auf der Aussenbahn ist irgendwie schon richtig kult. Sein grosser Kampfwille macht vieles wett.

Mittelfeld:
Hier haben wir den klar stärksten Mannschaftsteil. Burki und Wieser (von Hoffenheim leihweise gekommen) als Scheibenwischer vor der Abwehr stimmem mich positiv. Unser wohl wertvollster Spieler Sven Lüscher hat seinen Vertrag verlängert, was ich ihm hoch anrechne. Ich kann mir gut vorstellen, dass Angebote anderer Vereine auf dem Tisch hatte. Mit Radice, Andrist und Schultz haben wir weitere torgefährliche Offensivkräfte. Dass mit Dani Gygax verlängert wurde, finde ich klasse. Mit Spielpraxis wird er an Selbstvertrauen gewinnen. Wenn er an seine alten Stärken herankommen kann, wird er ein wertvoller Spieler für den FC Aarau.

Sturm:
Bei Dante Senger bin ich immer etwas hin und hergerissen. Ein sympathischer Kerl, der sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt. Trotzdem wird ein Stümer an den Toren gemessen und die fallen bei ihm sehr rar aus. Wobei in der Schlussphase der abgelaufenen Meisterschaft hat sich einiges getan. Ich bin gespannt, ob er da anknüpfen kann. Die Neuverpflichtung Gauracs tönt vielversprechend. Bei seinem Klub war er in der Vergangenheit ein Torgarant und kommt sicherlich mit grossem Selbstvertrauen ins Brügglifeld. Mikels ist ein Versprechen für die Zukunft. Auch da darf man sicher gespannt sein.

Fazit:Für mich wird dies die erste Saison als Papi sein (abgesehen von dene ersten paar Runden). Im Brügglifeld werde ich nach wie vor möglichst jedes Spiel besuchen. Auswärtsspiele werde ich jedoch vorwiegend auf Teleclub verfolgen. Ich freue mich auf diese neue Rolle. Und vielleicht schaut unser Töchterchen ja auch bald mit :-).
Die Saison wird sicherlich nicht einfach werden. Ich setze grosse Hoffnungen darauf, dass das Team praktisch keine Abgänge verkraften muss. Zudem haben wir einen Trainer mit einer spannenden Philosophie, die sehr gut zu Aarau passt. Ich bin überzeugt, dass wir einen FC Aarau sehen werden, der leidenschaftlichen Offensivfussball spielt und sich so den Ligaerhalt sichern wird.

FC Aarau spielt wieder in schwarz-rot!

Meine Hoffnungen waren gross, dass der FC Aarau bei der Präsentation im Ochsner Sport in Aarau ein rotes Shirt hervor zaubert. Und meine unzähligen Gebete wurden erhört! Der FC Aarau spielt in der kommenden Saison zu Hause in schwarz-rot. Mir gefällt das neue Shirt ausserordentlich gut. Auf meiner Bestenliste sichert es sich einen Platz ganz oben.

10511345_10204219970966377_1331074768554657058_n

 

 

Ein Sieg für die Chaoten

Die Disziplinarkommission (DK) der SFL hat entschieden: Die Randale nach dem Spiel FC Aarau – FC Basel kostet den FCB 25’000 Franken und den FC Aarau 40’000 Franken an Bussen. Der FC Aarau kriegt sogar ein halbes Geisterspiel aufgebrummt und verliert damit seit dem 15. Mai 2014 fast 200’000 Franken, wie ich aus verlässlicher Quelle erfahren habe.

Eine Strafe wäre ja ok, wenn der FC Aarau als Veranstalter grobfahrlässig oder gar vorsätzlich Unrecht getan hätte. Aber das ist nicht so. Und aus diesem Grund ist das Urteil der DK ungerecht. Es trifft die Veranstalter die ein Fussballfest über die Bühne bringen wollten und denen eine Handvoll Chaoten einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben. Nach diesem Entscheid ist klar: De Chaoten haben gewonnen.

Die Botschaft lautet nämlich: Ihr Chaoten  könnt unseren schönen Fussball kaputt machen wie ihr wollt, im Endeffekt wird ja eh der Veranstalter bestraft. Dieser gibt zwar heute schon hunderttausende von Franken aus, um ein paar Hohlbirnen wie euch auszugrenzen, aber wenn ihr euch mit brutaler und vorsätzlicher Gewalt trotzdem in Szene setzen wollt, werdet ihr sogar in eurem Handeln bestätigt: Man kann unbescholten alles kaputt machen, man kommt ins Fernsehen und bestraft werden letztlich die Veranstalter und das erst noch mehrfach. Super Sache, vielen Dank auch. Man möchte ja gern mal zu einem von euch in die Bude kommen, ein paar mal an den Kopierapparat kicken und das Personal anpöbeln.

Ok, ganz ungestraft kommen die Chaoten ja nicht davon, denn jetzt wird eine politisch gnadenlose Linie gefahren. Wenn dann mal die Verordnungen durch alle Vernehmlassungen und Instanzen durchgebracht wurden, sämtliche Einsprachen bearbeitet und alle Ausnahmeregelungen zu Papier gebracht sind, so in zehn Jahren, dann geht es denen aber sowas von an den Kragen. Die Veranstalter schauen inzwischen, dass ihnen die Bussen und Geisterspiele bis dahin nicht das Genick brechen.

Dabei hat genau genommen alles bereits Anfang der Saison bei der Spielplanerstellung begonnen. Es hätte der SFL schon damals auffallen sollen, dass im Brügglifeld zum Abschluss der Saison nicht Spiele mit Beteiligung von potentiellen Meisterschaftskandidaten stattfinden sollten. Trotzdem setzte man Aarau – GC und Aarau – Basel in den letzten drei Runden an. Am Ende muss der FC Aarau bluten, obwohl er alles in seiner Macht stehende unternommen hat, um Ausschreitungen zu verhindern.

Am ersten Spieltag bleibt nun also der Gästesektor geschlossen. Ob es für die Sicherheit sinnvoll ist die Basler im Aarau-Sektor und vor dem Stadion zu haben, wage ich zu bezweifeln. Aber bei Ausschreitungen kann man ja dann getrost wieder den FC Aarau als Sündenbock missbrauchen.

Saisonrückblick NLA 2013/2014 – kurz und knackig

Im Aarauer Brügglifeld duellierten sich mit dem FC Aarau und dem FC Basel zwei starke Mannschaften. Das Spiel begann sehr intesiv und schnell. Früh ging der FC Aarau in Führung. In der Folge machte Basel viel Druck und zwang Lars Unnerstall zu etlichen Glanzparaden. Unter diesem Aspekt sei es ihm verziehen, dass er beim 1:1 einen haltbaren Schuss passieren liess. Basel gewann das Spiel am Ende verdient mit 3:1 und kürte sich zum fünften Mal in Folge zum Schweizer Fussball Meister.

Der FCB war in dieser Saison alles andere als unwiederstehlich, doch ist das Niveau in der Super League meines Erachtens bedenklich schwach. So reicht es eben auch einem mittelmässigem FC Basel zum Titel. Kein Team konnte konstant gute Leistungen vollbringen. So kommt es beispielsweise, dass ein über weite Strecken schwacher FC Luzern noch Chancen hat, sich für die Europa League zu qualifizieren.

Der FC Basel gewinnt also die Meisterschaft und qualifiziert sich direkt für die Champions League. Weitere Millionen kommen hinzu und die Dominanz dürfte in den nächsten Jahren eher noch grösser werden. Alle anderen Klubs serbeln irgendwie dahin, müssen sparen und haben immer wieder Querelen im Hintergrund. Keine gute Ausgangslage für eine spannende Meisterschaft. Allerdings sprechen wir hier von Fussball, und dieser ist bekanntlich unberechenbar.

Der FC Aarau hat mir in dieser Saison sehr gut gefallen. Man schaffte den Ligaerhalt problemlos und frühzeitig, aber trotzdem hatte man immer wieder das Gefühl, es wäre noch mehr möglich gewesen. Das spricht ganz klar für den FC Aarau, welcher mit Abstand die bescheidensten Mittel zur Verfügung hat. Aarau spielte attraktiven Offensivfussball und wusste das Aarauer Publikum ein ums andere Mal zu begeistern.

Ich bin sehr gespannt auf das kommende Transferfenster und auf die neue Saison. Ich hoffe allgemein auf attraktiveren Fussball in der Super League. Der FC Aarau wird noch stärker gefordert sein, als in dieser Saison. Ich gehe davon aus, dass der FCA bis zum Schluss um den Ligaerhalt wird kämpfen müssen.

Ich persönlich habe bis auf 3 Auswärtsspiele alle Spiele im Stadion verfolgt. Nächste Saison werde ich den FC Aarau bei Auswärtsspielen allerdings hauptsächlich per Teleclub verfolgen. So kann ich wesentlich mehr Zeit mit unserem Töchterchen verbringen, worauf ich mich unendlich freue :-).

Hopp Aarau – ich bin stolz auf Euch!