Ein Monat Leonie

10698578_10204848935770104_6634623615599070386_nMan glaubt es kaum, aber seit der Geburt unserer kleinen Tochter Leonie ist bereits ein Monat vergangen. Eine so intensive Zeit habe ich wohl noch nie erlebt. Die vielen positiven Impulse, die ich täglich erleben darf, machen das Leben interessant, wie nie. Am Abend komme ich nach Hause und darf erst einen Begrüssungsmarathon durchleben. Mila frisst mich jeweils fast auf vor Freude. Wenn sie sich nach Minuten etwas beruhigt hat, darf ich den Rest meiner kleinen Familie begrüssen. Es ist ein wundervolles Gefühl, nach einem Arbeitstag Frau und Kind herzhaft begrüssen zu können.
In der Zeit während der Schwangerschaft habe ich mir oft vorgestellt, wie es wohl sein wird, wenn Leonie auf der Welt ist. Fazit nach einem Monat: Alles Pustekuchen. Die Zeit als Vater kann man sich vorher gar nicht rational ausmalen. Schliesslich erscheinen völlig neue Gefühle, welche man vorher gar nicht kennen kann. Und diese Gefühle geben unzähligen Momenten erst die entscheidende Würze.

Überrascht hat mich die Tatsache, dass ich vom ersten Moment an keine Berührungsängste hatte. Es soll ja einige Väter geben, welche Angst haben, dass sie das Kind verletzen oder fallen lassen. Das war bei mir nie vorhanden, obwohl ich vorher praktisch keine Erfahrungen mit Babys gesammelt habe. Ich handelte von Anfang an nach meinem Gefühl, ohne gross nachzudenken. Ich bin extrem fasziniert von diesem kleinen Wesen, das aus dem Fleisch und Blut meiner Traumfrau und mir besteht. Vom ersten Moment her spürte ich eine unzerreissbare Liebe und Verbundenheit zu meiner Tochter. Es macht mich extrem stolz Vater zu sein und die neue Verantwortung tut mir richtig gut.

Natürlich haben die ersten Wochen mit unserer Tochter auch Nerven gekostet. Sie hatte eine strenge Geburt und scheint sich noch nicht 100% wohl zu fühlen auf dieser Welt mit all den vielen neuen Eindrücken. Im Bauch lief alles automatisch und Probleme gab es wohl noch keine. Kaum auf der Welt, hat man verstopfte Nase, immer wieder diesen blöden Schluckauf, Hunger, volle Windeln und so weiter. Reichlich Grund zum Weinen. Und wenn man dann selbst todmüde ist und kaum noch Ideen vorhanden sind, was denn der weinende Sonnenschein beruhigen würde, zerrt das ganz schön an den Nerven.

Doch bereits beim ersten Staunen dieses Goldschatzes ist dies wieder regeneriert und man ist überglücklich, dass dieses kleine Wunder ins Leben geplatzt ist. Momente wie das erste Lächeln, oder wenn sie mir den Bart klauen will, öffnen mein Herz mal für mal. Und wenn ich daran denke, dass dies erst der absolute Anfang ist, gerate ich richtiggehend in Euphorie. Ich freue mich so sehr auf die vielen spannenden Momente, welche noch auf uns warten in den nächsten Monaten und Jahren. Es gibt für mich nichts grösseres, als meine kleine Familie.

Intensive Zeit

Ich durchlebe gerade eine sehr intensive Zeit. Den neuen Job in der Jactronic als Informatiker Systemtechnik habe ich bereits am 19.08.2014 angetreten. Wegen einem personellen Engpass wurde ich da sofort ins kalte Wasser geworfen. In den letzten zwei Wochen habe ich schon unglaublich viel erlebt und wurde sofort auf die Probe gestellt. Viel Neues habe ich gesehen und bin jeweils gefordert innert kürzester Zeit auf eine Lösung zu gelangen. Dies funktioniert nur, wenn ich mich am Abend zu Hause auf den nächsten Tag und die neue Materie vorbereite. Ein grösseres Express-Projekt konnte ich erstaunlich gut durchziehen.

Ich gebe zu, in den letzten Tagen verbrauchte ich einige Nerven, worauf mein Körper sogar mit leichtem Fieber reagierte. Doch es hat sich absolut gelohnt und mein Mut hat sich bisher ausbezahlt. Mir gefällt meine neue Rolle mit viel Aussendienst und neuer spannender Materie.

Und bekanntlich mache ich oftmals vieles miteinander. Unsere Leonie ist heute bereits zwei Wochen alt. Auch diese Kennenlernzeit ist sehr spannend und stellt unser Leben völlig auf den Kopf. Diese zweite neue Rolle, nämlich jene als Vater, gefällt mir ausserordentlich gut. Ja, Leonie weint sehr oft und auch das zerrt an unseren Nerven. Doch die Liebe zu ihr ist unbeschreiblich gross und macht vieles wett. Verantwortung für so ein kleines Wesen zu haben, das aus Melanies und meinem Fleisch und Blut besteht, ist schlichtweg ein wahrgewordener Traum. Ich versuche wieder einmal mehr für all diese Eindrücke Worte zu finden. Und wieder einmal mehr stelle ich fest, dass es keine Worte gibt, welche meinen Gefühlszustand befriedigend ausdrücken könnten. Das ist keine Floskel, sondern die reine Wahrheit. Ich habe früh meine Eltern verloren und habe nun wieder eine eigene kleine Familie. Das tut unglaublich gut, macht mich überglücklich und stolz. So, nun versuche ich unseren kleinen weinenden Sonnenschein zu beruhigen ;-).

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Kurz vor dem schönsten Tag meines Lebens

Meine Gedanken kreisen um zwei Sachen zurzeit. Einerseits der neue Job in der Jactronic, auf den ich mich unheimlich freue. Ich erhalte die Chance, als Informatiker quer einzusteigen. Es brauchte Geduld, doch nun darf ich endlich die lang ersehnte Chance wahr nehmen. Ursprünglich war geplant per 1. Oktober am neuen Ort zu starten, doch plötzlich ergab sich die Möglichkeit, bereits am 20.08.2014 den Jobwechsel vorzunehmen. Das heisst, ich mache wieder einmal mehr alles miteinander. Jobwechsel und die Geburt meines ersten Kindes. In den nächsten Tagen wird es nämlich soweit sein.

Ich habe mich in den letzten Tagen immer wieder dabei ertappt, wie ich verträumt auf einen Kalender geschaut habe. Einer der kommenden Tage wird zum schönsten Tag meines Lebens. Welcher wird es wohl sein? Ein Datum im August werden wir für den Rest unseres Lebens jedes Jahr feiern. Wir sind kurz vor diesem Datum, aber kennen tun wir es noch nicht. Das ist irgendwie ganz schön verrückt. Wie die ganze Schwangerschaft, welche ich in den vollsten Zügen genossen und mitgelitten habe. Ich bin extrem beeindruckt von diesem ganzen Vorgang und den Gefühlen, welche in dieser Zeit ausgelöst wurden. Das muss man erlebt haben.

Zugegebenermassen sind wir extrem ungeduldig im Moment. Wir können die Geburt kaum erwarten und freuen uns jetzt schon darauf, unseren Sonnenschein endlich in die Arme schliessen zu dürfen. Wir warten ganz gespannt auf Dich, kleiner Engel :-).

So nah nah und doch so fern

Jetzt sind wir wirklich kurz vor der Ziellinie. Losgehen könnte die Geburt nun jederzeit. Die Vorstellung, dass mein kleiner Sonnenschein schon in ein paar Tagen bei uns sein wird, ist irgendwie suspekt. Wir sind so nah dran und warten schon seit Monaten auf diesen Moment und doch ist es noch überhaupt nicht real. Wir sind jedenfalls bereit, um unsere Kleine kennen zu lernen :-).

Die Nervosität steigt

Lange dauert es nun wahrlich nicht mehr, bis wir uns kennenlernen. Der Bauch deines Mamis sieht aus, als würde er nächstens platzen. Deine Bewegungen kann ich immer deutlicher sehen und spüren. Es ist ehrlich gesagt ganz amüsant, deinem Mami bei alltäglichen Dingen zu zusehen. Bin ich plötzlich mit einem Pinguin verheiratet? 🙂
Wir geniessen diese magische Zeit in den vollsten Zügen. Du darfst dich auf ein ganz tolles Mami freuen. Melanie meistert die Schwangerschaft so unglaublich gut. Schwangere sollen launisch sein? Als Mann ist man plötzlich an allem Schuld? Ich kenne solche Klischees nicht. Im Gegenteil. Ich sehe ein werdendes Mami, das vor Stolz nur so strotzt und am liebsten der ganzen Welt zeigen möchte, dass das tollste Erstgeborene, welches die Welt je gesehen hat, auf dem Weg ist, diese Welt zu betreten. Dein Mami ist in so vielen Bereichen meine absolute Traumfrau – das beweist sie nun auch in der Schwangerschaft.  Mit Melanie ist das Leben unfassbar einfach und voller Liebe.

Wir sind sehr gespannt auf dich. Solange du im Bauch rumturnst, kann ich mir noch gar nicht vorstellen, dass bald ein kleines Menschlein unser Leben bereichert. Deswegen bin ich ganz froh, wenn du dann endlich bei uns bist. Lieben tun wir dich jetzt schon unvorstellbar fest…