Aus dem Leben eines Hausmannes…

Melanie und ich sind nun schon seit über einem Monat zusammen in unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Unser Leben hat sich komplett verändert. Und ich kann sagen, es ist einfach nur der Hammer. Ja, es gibt mehr zu tun und finanziell ist es enger geworden. Trotzdem ist es wirklich sehr schön mit meiner zukünftigen Frau ein eigenes Leben zu beginnen.

Heute Morgen habe ich frei, muss erst um 14 Uhr zur Arbeit. Trotzdem ist nichts mit ausschlafen. Die beiden Haustiger wollen natürlich gefüttert werden. Melanie fahre ich danach zur Arbeit. Und es geht gleich Schlag auf Schlag weiter. Um 08:15 Uhr stehe ich bereits im Coop um die nötigsten Sachen einzukaufen. Ich stehe so früh in einem Laden, wenn ich mal frei habe? Vor zwei Jahren wäre das noch undenkbar gewesen!

Eigentlich begebe ich mich ja nur in den Coop, um zwei bis drei Sachen zu kaufen. Doch wie ich schon immer von vielen Kunden zu hören bekam, so ergeht es mir heute auch. Es kommt viel mehr mit, als geplant war. Die Ware im Korb wäre eigentlich besser in einem Einkaufswagen aufgehoben. Ich mache mir ernsthafte Sorgen, ob der Korb denn auch wirklich überlebt bis ich bei der Kasse bin. Zu meiner Freude überlebt es nicht nur der Korb, sondern auch die platschvolle Papiertasche, welche danach nach Hause transportiert werden muss.

Zu Hause angekommen müssen die Waren natürlich verstaut werden und das Katzenklo habe ich ja auch noch nicht gereinigt. So, nun gibt es aber eine Pause! Nein, noch nicht, heute ist ja noch Waschtag. Okay, packe ich also noch den Wäschekorb, schmeisse alles in die Waschmaschine und lasse das ganze eine Stunde laufen.

Jetzt gibt es aber eine Pause und diese Pause nutze ich für diesen Blog. Schliesslich wird der in letzter Zeit viel zu sehr vernachlässigt! Doch ich sehe auch schon die weiteren Arbeiten vor mir. Die Wohnung muss noch geputzt und etwas aufgeräumt werden, die Wäsche hängt sich ja auch nicht von alleine auf und zwei Mails wollen unbedingt noch geschrieben werden. Dann dürfte auch schon Mittag sein und ich muss mir etwas kochen. Hunger ist ja schliesslich auch kein wirklich angenehmes Gefühl…

Wann war es mir eigentlich zuletzt einmal langweilig? Als meine Mutter früher sagte, dass sie froh wäre, wenn es ihr wieder einmal langweilig wäre, dachte ich ehrlich gesagt jeweils, dass sie übertreibt. Doch nun spüre ich es am eigenen Leib. Und wisst ihr was? Mir gefällt dieses Leben verdammt gut. Für sich selbst und seine grosse Liebe verantwortlich zu sein und zu sorgen, ist einfach ein tolles Gefühl. Mir geht es so gut, wie schon lange nicht mehr!

So, zum Abschluss muss noch DJ Antoine seinen Hit hier im Blog abspielen. Ich bin dann mal in der Waschkücke, falls mich jemand sucht…

 

Kommentar verfassen